Stadtwerke Schwäbisch-Hall und Urbane Energie kooperieren bei Mieterstrom

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall und Urbane Energie wollen künftig gemeinsam Mieterstrom-Modelle voranbringen. Die beiden Unternehmen würden auch bei der Abwicklung des Energievertriebs zusammenarbeiten, teilten sie nun mit. Primär gehe es ihnen darum, dass auch Mieter von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, Wohnanlagen und Quartieren aktiv an der Energiewende partizipieren könnten. Der Strom solle dabei vor Ort von Photovoltaik-Anlagen oder Blockheizkraftwerken produziert werden. Urbane Energie, ein neu gegründetes Unternehmen aus München, werde dabei die lokalen Energieerzeuger konzeptionell bei der Vermarktung ihres produzierten Stroms an die Letztverbraucher unterstützen. Die Stadtwerke Schwäbisch Hall gewährleisteten die marktkonforme Umsetzung der energiewirtschaftlichen Prozesse der Mieterstrom-Modelle. Dazu zählten Kundenwechsel, Marktkommunikation, Forderungsmanagement und Kundenservice, hieß es weiter.

Das neue Geschäftsmodell „Sherpa“ ermögliche eine kleinteilige Vermarktung der Energie aus nachbarschafts- und quartierbezogenen Energieprojekten direkt an die Kunden, hieß es weiter. Der Clou an dem Konzept sei, dass mit nur einem Vertrag und ein Zähler pro Kunde die Energielieferung und –rechnung aus den dezentralen Anlagen sowie der Energiebezug aus dem Netz abgebildet werden könnten.

Mit der letzten EEG-Reform im August 2014 schaffte die Bundesregierung das sogenannte solare Grünstromprivileg ab. Dies sah ursprünglich für solche Mieterstrom-Projekte eine Ersparnis von 2,0 Cent pro Kilowattstunde bei der EEG-Umlage vor. Mittlerweile muss bei allen, auch bereits zuvor umgesetzten Projekten, die volle EEG-Umlage gezahlt werden. (Sandra Enkhardt)

Zu diesem Thema bieten Solarpraxis/pv magazine Ihnen zwei Webinare an:

8. Oktober:Mieterstrommodelle in der Praxis mit Harald Will von Urbane Energieals Experten

3. November:Vertriebskonzepte für Solarstrom im Mehrfamilienhaus mit Michael Vogtmann von der DGS Franken als Experten