Solar-Fabrik stellt Betrieb in Wismar ein

Die Solar-Fabrik Wismar GmbH i.l. (in Liquidation) wird zum 30. November den Betrieb einstellen. Dies habe die 100-prozentige Tochter der Solar-Fabrik AG i.I. nun mit dem Betriebsrat unter Zustimmung des Sachwalters vereinbart, teilte das Photovoltaik-Unternehmen mit. Zudem werde eine Transfergesellschaft die betroffenen Mitarbeiter zum 1. Dezember aufnehmen. Weitere Einzelheiten gab der Hersteller nicht bekannt. Nach einer dpa-Meldung beschäftigt die Solar-Fabrik Wismar noch 120 Mitarbeiter. "In Wismar zeigte man sich von der Mitteilung überrascht. Die Verhandlungen zum Übergang der Beschäftigten in die Transfergesellschaft seien nicht abgeschlossen, Kündigungen noch nicht ausgesprochen worden. Zudem laufe die Suche nach einem neuen Investoren weiter", berichtet die Nachrichtenagentur unter Berufung auf eine Sprecherin weiter.

Zum 30. Juni hatte bereits die Solar-Fabrik AG i.l. in Freiburg den Betrieb eingestellt und eine Transfergesellschaft gegründet, in die 75 Mitarbeiter übergingen. Zuvor war am Hauptsitz Ende Mai bereits 65 Mitarbeitern gekündigt worden. Mit deutlich reduzierten Produktions- und Fixkosten wolle die Solar-Fabrik wieder wettbewerbsfähiges Niveau erreichen. Nur kurz danach kam die Ankündigung der Betriebsschließung. Im vergangenen Jahr hatte der Photovoltaik-Hersteller noch die Produktionsstätten des insolventen Konkurrenten Centrosolar in Wismar übernommen. Im Februar 2015 folgte dann wegen drohender Zahlungsunfähigkeit selbst ein Insolvenzantrag bei der Solar-Fabrik. (Sandra Enkhardt)