Manz mit mäßigen Zahlen im ersten Halbjahr

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Das erste Halbjahr 2015 bei der Manz AG war geprägt von Verzögerungen und Stornierungen von Aufträgen. Das Ergebnis sei „maßgeblich durch diese Faktoren beeinflusst“, obwohl durch die Diversifizierung des Geschäftsmodells ein gewisser Ausgleich gelungen sei, teilte der Reutlinger Anlagenbauer mit den Geschäftsbereichen „Electronics“, „Solar“ und „Energy Storage“ am Dienstag mit. Insgesamt sei das Geschäft im zwiten Quartal wieder deutlich angezogen. Eine Auftragsstornierung von etwa 12 Millionen Euro im Juni und entsprechend nicht realisierte Folgeaufträge im Bereich „Electronics“ sowie Verzögerungen bei Aufträgen für Maschinen im Bereich Photovoltaik-Speicher führten dazu, dass der Umsatz hinter den Vorjahreszahlen zurückblieb. Insgesamt habe Manz im ersten Halbjahr einen Umsatz von 121,9 Millionen Euro erzielen können, nach 163,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Halbjahr 2015 habe bei -6,7 Millionen Euro (Vorjahr: 13,2 Millionen Euro) gelegen, wovon -6,4 Millionen Euro auf das erste Quartal entfielen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf -12,9 Millionen Euro nach 1,2 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014.

„Da eine kurzfristige, adäquate Anpassung der Kostenbasis nicht mehr vollständig möglich war, zeigte sich das Periodenergebnis insgesamt entsprechend belastet“, heißt es bei Manz weiter. Vorstandschef Dieter Manz sieht aber „positive Signale in allen drei Geschäftsbereichen“ für das zweite Halbjahr. Der Auftragsbestand von etwa 100 Millionen Euro bilde eine gute Basis. „Gerade angesichts der aktuellen Dynamik im Bereich Energy Storage und der signifikanten Potenziale in unseren Zielbranchen Electronics und Solar bin ich vom Erfolg unseres Geschäftsmodells überzeugt“, erklärte Dieter Manz.

Der Photovoltaik-Anlagenbau habe im ersten Halbjahr mit 10,5 Millionen Euro einen Umsatzanteil von 8,6 Prozent gehabt; eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Das größte Wachstum beim Umsatzanteil erreichte aber das Segment Energiespeicher. In diesem Bereich konnte Manz im ersten Halbjahr 49,7 Millionen Euro umsetzen. Für das Gesamtjahr gibt sich der Manz-Vorstand vorsichtig. So gehe er von einer leicht rückläufigen Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr aus, bei einem zwar verbesserten, jedoch voraussichtlich negativen EBIT-Ergebnis. (Sandra Enkhardt)

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