JA Solar profitiert von starker Nachfrage in China

Die JA Solar Holdings Co., Ltd. hat im zweiten Quartal insgesamt 790.8 Megawatt Photovoltaik-Produkte absetzen können. Dies sei eine Steigerung um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr und dem Vorquartal, teilte der chinesische Photovoltaik-Hersteller nun mit. Auffällig ist allerdings, dass JA Solar vor allem mehr Solarmodule verkaufen konnte. Mit 717,4 Megawatt sei eine Steigerung um mehr als 60 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2014 erreicht worden. Gleichzeitig seien die Lieferungen an Solarzellen auf 73,4 Megawatt um knapp 70 Prozent zurückgegangen. Der Umsatz habe im zweiten Quartal bei umgerechnet 436 Millionen US-Dollar gelegen, eine Steigerung um 11,8 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2014. Die Bruttomarge habe bei 16,4 Prozent gelegen. Das Nettoergebnis gibt JA Solar mit 21,9 Millionen US-Dollar an, mehr als eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr und sogar eine Vervierfachung gegenüber dem ersten Quartal 2015.

Baofang Jin, Vorstandschef von JA Solar zeigte sich mit den Geschäften im ersten Halbjahr 2015 zufrieden. Die Auslieferungen hätten über den eigenen Erwartungen gelegen, weil es in einigen Schlüsselmärkten eine starke Photovoltaik-Nachfrage gegeben habe. Mit Abstand die meisten Produkte hat JA Solar aber auf dem Heimatmarkt abgesetzt. Auf China entfallen demnach 45 Prozent aller Auslieferungen im zweiten Quartal. Zudem habe JA Solar Fortschritte beim Bau seiner neuen Zellfabrik in Malaysia gemacht, sagte Jin weiter.

Auch für das zweite Halbjahr sei eine relativ starke Photovoltaik-Nachfrage zu erwarten, gerade in China. Zudem wolle JA Solar sein Geschäft in einigen aufstrebenden Märkten, darunter besonders Indien und in Nord- und Südamerika, ausbauen. Zudem solle das eigene Projektgeschäft sowie die Fertigungskapazitäten erweitert werden, so Jin. Im dritten Quartal erwarte JA Solar einen Absatz von etwa 900 bis 950 Megawatt an Photovoltaik-Produkten. 150 Megawatt an Solarmodulen würden voraussichtlich in diesem Jahr in eigene Projekte fließen. (Sandra Enkhardt)