Siemens-Chef macht Photovoltaik in Deutschland schlecht

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Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hat sich auf einer Öl-Konferenz in Houston im US-Bundesstaat Texas über die deutsche Energiewende lustig gemacht, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagausgabe) berichtet. Wer je die Energiepolitik eines Landes bestimmen müsse, müsse einfach das Gegenteil von dem machen, was in Deutschland gemacht werde, sagte Kaeser demnach auf der IHS Ceraweek. Deutschland subventioniere die Erneuerbaren mit einer Garantiesumme von knapp 500 Milliarden Euro. Die Förderung der Photovoltaik in Deutschland sei so sinnvoll wie der Anbau von Ananas in Alaska, soll Kaeser weiter gesagt haben.

Diesen Spruch kennt man doch schon. Bereits 2012 hatte der damalige RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann seine Attacke auf das EEG mit ähnlichen Beispielen unterlegt. Auf der Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft 2012 sagte er: Photovoltaik in Deutschland sei so sinnvoll wie Ananas züchten in Alaska.

Siemens war selbst lange Zeit im Photovoltaik-Geschäft in Deutschland aktiv. Im Herbst 2012 verkündete der damalige Vorstandschef Peter Löscher den Rückzug. Im Juni 2013 folgte die Schließung seiner Solarsparte, auch nachdem sich kein Investor für das Geschäftsfeld fand. Insgesamt soll Siemens mit seinem Photovoltaik-Geschäft nach Medienberichten Gesamtverluste von knapp einer Milliarde Euro gemacht haben. (Sandra Enkhardt)

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