NEA: Pilotregionen sollen Zubau kleinerer Photovoltaik-Anlagen beschleunigen

Chinas nationale Energiebehörde NEA plant, Pilotregionen für den Bau kleiner Photovoltaik-Anlagen (distributed PV) einzuführen. In den festgelegten Gebieten müsse ab Ende September der Bau kleiner Photovoltaik-Anlagen beginnen. Bis zum Jahresende müsse dann eine Gesamtkapazität von mindestens 20 Megawatt in den Pilotregionen installiert sein, um das staatlich vorgegebene Ausbauziel noch zu erreichen und eine Förderung für die Anlagen zu bekommen, berichtet der chinesische Hersteller Renesola. Die neuen Richtlinien für Photovoltaik-Anlagen bis 20 Megawatt Leistung sähen vor, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen diesselbe Solarförderung wie Freiflächenanlagen erhalten sollen. Die Betreiber von Photovoltaik-Dachanlagen könnten sich zudem aussuchen, ob sie den Solarstrom teilweise selbst verbrauchen oder ins Netz einspeisen wollen, der dann vergütet werde. Überdies sind die Banken und Finanzinstitute angehalten, günstige Kredite für kleinere Photovoltaik-Projekte zu geben.

Ursprünglich war es das Ziel der Regierung in Peking in diesem Jahr acht Gigawatt an distributed Photovoltaik zuzubauen. Allerdings kam der Markt nicht recht in Schwung. Dies lag unter anderem an der mangelnden Unterstützung für die Installation von Photovoltaik-Dachanlagen, den unattraktiven Energiepreisen und Schwierigkeiten bei der Finanzierung. Nun werde aber erwartet, dass im vierten Quartal die Installation von Photovoltaik-Anlagen erheblich ansteige, heißt es bei Renesola. Damit verbunden sein könnte eine kurzfristige Knappheit an Solarmodulen, die den Preis nach oben treiben könnte. (Sandra Enkhardt)