Ehemalige Solon-Mitarbeiter wollen klagen

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Solon hat Ende April sein Werk in Berlin-Adlershof geschlossen und die Produktion seiner Solarmodule komplett in das Emirat Fujairah verlegt. Anschließend eröffnete Solon ein neues Büro in Berlin mit 25 Mitarbeitern, die sich künftig um den Vertrieb und die Abwicklung der Produktion kümmern sollten. Nun ist bekannt geworden, dass etwa 230 Beschäftigte seit Wochen auf ihr Geld warten, wie die Nachrichtenagentur „dpa“ unter Berufung auf die IG Metall berichtet. Für den April hätten sie lediglich Abschlagszahlungen von 1000 Euro bekommen. "Seitdem ist nichts mehr gezahlt worden", zitiert die Nachrichtenagentur den Gewerkschafter Rüdiger Lötzer. Die früheren Mitarbeiter des Berliner Photovoltaik-Herstellers wollten nun klagen.

Es fehlten Teile der Gehaltszahlungen für April, bestätigte eine Solon-Sprecherin der dpa. Auch für Juni stünden noch Zahlungen aus sowie die mit dem Betriebsrat vereinbarten Abfindungen sei noch offen. Zu den Mai-Löhnen habe die Sprecherin keine Angaben gemacht, hieß es weiter. Solon hatte bei der Ankündigung der Schließung des Berliner Werks Anfang März zugesagt, die gesetzlich und vertraglich vorgesehenen Kündigungsfristen für die Mitarbeiter einhalten zu wollen. Nach Informationen der IG Metall sollen auch die Mai-Gehälter noch nicht gezahlt sein. Mehr als 50 Mitarbeiter hätten sich nun zur Klage entschlossen. Diese sei in Zusammenarbeit mit der IG Metall vorbereitet worden und solle in dieser Woche eingereicht werden. (Sandra Enkhardt)

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