SMA Solar schüttet erstmals keine Dividende aus

Die Aktionäre der SMA Solar Technology AG haben auf der Hauptversammlung am Mittwoch den Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Sie folgten auch dem Vorschlag, für das Geschäftsjahr 2013 keine Dividende auszuschütten, teilte der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern aus dem hessischen Niestetal mit. „SMA hat seit dem Börsengang jährlich durchschnittlich 1,20 Euro Dividende pro Aktie ausgeschüttet. Unsere Dividendenpolitik sieht eine Ausschüttungsquote von 20 bis 40 Prozent bezogen auf den Konzernüberschuss vor. Dieser war im abgelaufenen Geschäftsjahr negativ. Eine Dividendenausschüttung halten wir mit Blick auf das weiterhin volatile Marktumfeld für nicht vertretbar“, erklärte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Das Photovoltaik-Unternehmen wolle gezielt in Forschung und Entwicklung investieren, um wieder profitabel zu werden.

Der SMA-Vorstand bekräftigte auf der Hauptversammlung seine Prognose für das laufende Jahr. Demnach wird ein leicht erhöhter Umsatz zwischen 1,0 und 1,3 Milliarden Euro erwartet und im besten Fall ein operativer Gewinn von bis zu 20 Millionen Euro. „Die Prognose setzt ein stabiles regulatorisches Umfeld voraus, insbesondere in Europa“, hieß es weiter. Im vergangenen Jahr hatte SMA Solar einen Umsatz von 932,5 Millionen Euro bei einem EBIT-Verlust von -89,1 Millionen Euro erzielt. Die Verlust waren vor allem auf Abschreibungen, Abwertung der Vorräte, Abfindungen für entlassene Mitarbeiter und Anlaufverluste der chinesischen Tochter Zeversolar zurückzuführen, wie aus der Präsentation hervorgeht.

Der deutlich gewachsene Konkurrenzdruck sowie die Verlagerung der Photovoltaik-Wachstumsmärkte von Europa nach Asien macht dem Photovoltaik-Unternehmen zu schaffen. So ging der Marktanteil von SMA Solar deutlich zurück. Er lag 2013 bei noch 13 Prozent. Dies liegt vor allem an dem schwierigen Zugang zu den weltgrößten Photovoltaik-Märkten China und Japan. (Sandra Enkhardt)