Avancis wird von chinesischem Konzern übernommen

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Die Avancis GmbH will ihre Geschäftsaktivitäten an den Baustoff- und Glaskonzern China National Building Materials Group Corporation (CNBM) verkaufen. Das chinesische Unternehmen wolle die Produktion von Dünnschichtmodulen in Torgau unter dem bisherigen Firmennamen Avancis wieder anlaufen lassen, teilte das Photovoltaik-Unternehmen mit. Für CNBM sei der Kauf ein Schritt, um die eigene Entwicklung und Fertigung von Solarmodulen weiter auszubauen. Die Weiterentwicklung der Avancis-Technologie sei zudem eine wesentliche Voraussetzung für die Expansionspläne des Konzerns in Asien und Europa, hieß es weiter.

Der Verkauf soll nach der Erteilung notwendiger Genehmigungen in Kraft treten, wie Avancis mitteilte. Das Unternehmen wollte aber keine genaueren Angaben über den Zeitrahmen machen. Eine Freigabe durch das Kartellamt sei für den Kauf nicht notwendig, erklärte eine Avancis-Sprecherin auf Nachfrage von pv magazine. Allerdings müssten verschiedene chinesische Behörden noch zustimmen. "Über den Kaufpreis wird einvernehmlich Stillschweigen bewahrt", erklärte sie weiter. CNBM plane, sowohl das Tech Center in Torgau als auch das Forschungs- und Entwicklungslabor in München weiter zu betreiben. Auch die Produktion in der sogenannten „Fab 2“ am Standort Torgau solle nach Möglichkeit wieder anlaufen. Im September 2013 hatte der Photovoltaik-Hersteller die Produktion seiner Solarmodule eingestellt. Allen 240 Mitarbeitern von Avancis werde ein Übernahmeangebot unterbreitet, hieß es weiter. Dabei sollen die Arbeitsverhältnisse mit allen zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs bestehenden Rechten und Pflichten auf den neuen Eigentümer übergehen. Auch die Produktgarantien von Avancis blieben bestehen, hieß es weiter.

Avancis gehört bislang zum Konzern Saint Gobain. Nachdem dieser im März die Schließung seines Großhändlers Solarkauf verkündet hat, ist dieser Verkauf von Avancis nun ein weiterer Schritt, sich aus dem Photovoltaik-Geschäft zurückzuziehen. Saint Gobain will sich nach eigenen Angaben künftig auf seine Kernsortimente im Bereich von Fliesenprodukten, Dachbaustoffen sowie Hoch- und Tiefbaumaterialien konzentrieren. (Sandra Enkhardt)

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