Türkei: Projektanträge für 8,9 Gigawatt zur Lizenzierung eingereicht

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Für Photovoltaik-Großprojekte mit mehr als einem Megawatt Leistung ist in der Türkei ein Lizenzierungsverfahren vorgeschrieben. Die erste Ausschreibungsrunde fand zwischen dem 10. und 14. Juni statt. 496 Projektanträge mit insgesamt 8,9 Gigawatt Photovoltaik-Leistung seien bei der zuständigen Energie-Regulierungsbehörde EPDK eingereicht worden, sagte Ertug Babatas , Business Developer bei der Hamburger Enerparc AG. Damit sei die Obergrenze von 600 MW für die erste Lizenzierungsrunde beinahe 15 Mal überschritten. Zum Zuge kamen Babatas zufolge  mit Hinweis auf die von der EPDK veröffentliche Projektliste vor allem türkische Photovoltaik-Unternehmen. Der Anteil ausländischer Projektentwickler und Investoren betrage nur rund fünf Prozent. Enerparc reichte nach eigenen Angaben zusammen mit türkischen Partnern rund zehn Projekte ein.

Babatas rechnet damit, dass die zuständige Netzregulierungsbehörde TEIAS in nächster Zeit eine Liste der Netzanschlusspunkte und Anschlusskapazitäten für jedes Projekt sowie nähere Angaben zum Zeitpunkt und Ortes der Gebote auf ihrer Webseite veröffentlicht. Innerhalb von 30 Tages nach Veröffentlichung dieser Liste durch TEIAS können dann die Unternehmen konkrete Projektangebote einreichen, sagte Babatas pv magazine und beruft sich hierbei auf einen entsprechenden Richtlinienentwurf.

Allerdings ist bisher unklar, ob sich das weitere Ausschreibungsverfahren nach dem günstigsten Angebot oder an festen Einspeisetarifen sowie einer zusätzlich erhobenen Lizenzgebühr für die beteiligten Energieversorgungsunternehmen orientiert.  Der türkische Basis-Einspeisetarif beträgt 13 US-Cent pro Kilowattstunde, mit einer zusätzlichen Bonuszahlung für die Verwendung lokal produzierter Module, Zellen und Komponenten. (Hans-Christoph Neidlein/Edgar Meza/Jonathan Gifford)

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