SMA verkündet Dividende und Stellenabbau

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Die Aktionäre der SMA Solar Technology AG haben auf der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von 0,60 Euro pro Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr beschlossen. „SMA hält an ihrer langfristigen Dividendenpolitik auch in schwierigen Zeiten fest. Mit einer Ausschüttungsquote von 27,7 Prozent bezogen auf den Konzernüberschuss liegen wir innerhalb der von uns angestrebten Aktionärsbeteiligung von 20 bis 40 Prozent. Der überwiegende Teil der erwirtschaften Ergebnisse verbleibt im Unternehmen“, erklärte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Er solle „in erheblichem Maße“ in Forschung und Entwicklung investiert werden.

2013 rechnet der SMA-Vorstand mit einem moderaten Wachstum der weltweiten Photovoltaik-Märkte. Die Prognose sei geprägt von massiven Förderkürzungen in europäischen Märkten und verschiedenen Annahmen zur Marktentwicklung in den einzelnen Regionen, heißt es in einer Veröffentlichung zur Hauptversammlung. Daher werde mit einem Umsatzrückgang auf 0,9 bis 1,3 Milliarden Euro gerechnet – dies entspreche einer Halbierung gegenüber 2010. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Umsatz von SMA noch bei 1,5 Milliarden Euro und der Gewinn bei 172 Millionen Euro. Der SMA-Vorstand schließt auch weiterhin einen Verlust für das laufende Jahr nicht aus. Bestenfalls sei mit einem ausgeglichenen Ergebnis zu rechnen.

SMA kündigte erst kürzlich weitere Stellenstreichungen an. Auf der Hauptversammlung erklärte Urbon aber, dass trotz einer verstärkten Internationalisierung keine Verlagerung der Produktion von Deutschland ins Ausland geplant sei. Allerdings solle eine zusätzliche Fertigung für Photovoltaik-Wechselrichter in Südafrika entstehen sowie Vertriebs- und Servicestrukturen im Ausland weiter ausgebaut werden. Der Vorstandssprecher betonte, dass auch die Entwicklungsabteilungen weiter gestärkt werden sollen. Derzeit arbeiteten mehr als 1000 Mitarbeiter von SMA in diesem Bereich. Das Photovoltaik-Unternehmen werde in diesem Jahr 120 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investieren.

Maßnahmen zur Kostensenkung

SMA arbeite zugleich daran, die Herstellungskosten durch Produktivitätssteigerungen zu senken, so Urbon weiter. Insgesamt gebe es ein Paket von 130 Maßnahmen, die aber voraussichtlich erst zum Jahresende Auswirkungen auf das Ergebnis zeigen werden. Zugleich konkretisierte Urbon die weiteren notwendigen Personalanpassungen. Ein Stellenabbau in Deutschland und bei den europäischen Auslandsgesellschaften sei angesichts des Umsatzrückgangs unvermeidbar. Nur die Entwicklungsabteilungen seien voraussichtlich davon ausgenommen, so Urbon weiter. Von den Einsparungen seien auch nicht nur Zeitarbeiter, sondern auch festangestellte Mitarbeiter betroffen. In den kommenden Wochen werde es dazu weitere Gespräche mit dem Betriebsrat und der IG Metall geben. Zum jetzigen Zeitpunkt seien „noch keine konkreten Aussagen über den Umfang der erforderlichen Personalanpassungen“ möglich, so Urbon weiter. (Sandra Enkhardt)

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