Kyocera profitiert von Photovoltaik-Boom in Japan

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Der japanische Konzern Kyocera hat seine konsolidierten Geschäftszahlen für das am 31. März beendete Geschäftsjahr 2013 bekannt gegeben. Demnach ist der Umsatz im Gesamtjahr um 7,5 Prozent auf 1,28 Billionen Yen (rund 9,9 Milliarden Euro) gestiegen, der Nettogewinn jedoch sank um 16,2 Prozent auf 66,47 Milliarden Yen (rund 514 Millionen Euro). Den gestiegenen Umsatz begründet Kyocera vor allem mit der gestiegenen Nachfrage nach Halbleitern und keramischen Werkstoffen sowie mit dem boomenden japanischen Photovoltaik-Markt, der seit der Einführung einer neuen Einspeisevergütung im Juli 2012 von einer erheblich steigenden Nachfrage gekennzeichnet sei. Daher soll der Solarbereich Kyocera zufolge weiterentwickelt werden. Die Nachfrage nach digitalen Endgeräten, die laut Pressemeldung den Hauptmarkt von Kyocera darstellen, sei dagegen vergleichsweise langsam gewachsen.

Dass der Gewinn mit der Umsatzentwicklung nicht Schritt halten konnte, lag vor allem an Kyoceras US-Tochter AVX Corporation. Die Firma musste für Umweltmaßnahmen in New Bedford Harbour im US-Bundesstaat Massachusetts 21,3 Milliarden Yen (rund 165 Millionen Euro) zahlen. Die Firma hatte an ihrem Produktionsstandort zwischen 1940 und 1970 krebserregende organische Chlorverbindungen (PCB) in den Fluss Acushnet eingeleitet. Mit dem Geld soll die Region nun gereinigt und renaturiert werden.

Immerhin: Das vierte Quartal ist im Geschäftsjahr 2013 besser ausgefallen als 2012. Kyocera wies einen Nettogewinn von 21,5 Milliarden Yen (rund 166 Millionen Euro) aus (Vorjahresquartal: 7,25 Milliarden Yen), der Quartalsumsatz stieg auf 353,33 Milliarden (rund 2,7 Milliarden Euro) an (Vorjahresquartal: 305,48 Milliarden Yen). Entsprechend optimistisch ist der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr. Kyocera geht vom Beginn einer Erholungstendenz für die globale Produktion digitaler Endgeräte aus, von einer moderaten Erholung des Produktionsniveaus in den Bereichen Industriemaschinen und Automobil sowie von einem kontinuierlichen Wachstum auf dem japanischen Solarmarkt. Das Unternehmen rechnet daher damit, dass das Geschäftsjahr 2014 erfolgreicher verlaufen wird als 2013; erwartet werden ein Gewinn von 96 Milliarden Yen (rund 742 Millionen Euro) und ein Umsatz von 1,4 Billionen Yen (rund 10,8 Milliarden Euro). Die Dividende soll daher für um 40 auf 160 Yen je Aktie (rund 1,24 Euro) erhöht werden. (Petra Hannen)

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