Photovoltaik-Projekt Blythe soll schrumpfen

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Ganz am Anfang war das Projekt „Blythe“ von einer Tochterfirma der insolventen Solar Millennium AG mit dem Bau solarthermischer Kraftwerke mit einem Gigawatt Gesamtkapazität geplant. Im Laufe der Zeit schwenkten die Entwickler allerdings auf Photovoltaik um. Nach der Insolvenz von Solar Millennium gelang es, die Projektrechte für „Blythe“ an die US-Firma NextEra Energy Resources zu verkaufen. Die Tochter NextEra Blythe Solar Energy Center kündigte nun an, dass komplett auf Photovoltaik umgestellte Projekt verkleinern zu wollen, wie aus einem entsprechendenVorschlag an die zuständigen Behörden hervorgeht.

Ursprünglich sollten acht 125 Megawatt große Teilabschnitte realisiert werden. Nun will NextEra zunächst drei Teilabschnitte mit jeweils 125 Megawatt Photovoltaik-Leistung realisieren und schließlich noch einen Park mit 110 Megawatt. Damit hätte das Projekt „Blythe“ dann eine Gesamtkapazität von 485 Megawatt. Der Baubeginn sei für Juni 2014 geplant. Die Fertigstellung sei für Juni 2018 avisiert. Dies wäre eine deutliche Verkürzung der Bauzeit, die bei dem Ein-Gigawatt-Projekt mit 69 Monaten veranschlagt war. Auch die Zahl der benötigten Mitarbeiter werde voraussichtlich von mehr als 1000 auf gut 600 sinken werde.

Die Änderungen im Projekt seien zunächst der kalifornischen Energiekommission vorgelegt worden. Diese muss nun auch noch entscheiden, ob multikristalline Solarmodule von YIngli oder Cadmiumtellurid-Dünnschichtmodule von First Solar bei dem Projekt eingesetzt werden. In dem Report von NextEra heißt es zudem, dass die überarbeitete Regelung nur wenig Einfluss auf die bereits erarbeiteten Kriterien wie Luft- und Bodenqualität, Verkehr und Transport sowie andere sozio-ökonomische und ökologische Aspekte im Zusammenhang mit dem geplanten Photovoltaik-Kraftwerk habe. (Max Hall/Sandra Enkhardt)