Solen schließt Insolvenz nicht mehr aus

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Die Solen AG ist auch im zweiten Anlauf gescheitert, die Anleihegläubiger zu einem teilweisen Zinsverzicht zu bewegen. Auf einer Versammlung der Gläubiger des Photovoltaik-Systemhauses aus Meppen seien trotz diverser zusätzlicher Maßnahmen erneut nicht genügend Vertreter gekommen, um beschlussfähig zu sein, teilte Solen mit. Mindestens 25 Prozent des Anleihekapitals hätte dazu anwesend sein müssen. Bereits im März war die erste Gläubigerversammlung wegen der geringen Stimmrechtsanmeldungen gescheitert.

Solen befindet sich aber in einer kritischen Situation. Die Anleihezinsen werden am Montag fällig, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Vorstand und Aufsichtsrat würden daher nun nächste Schritt überlegen, um das Unternehmen zu reorganisieren. Auch eine Insolvenz werde dafür nunmehr in Betracht gezogen, hieß es weiter. Grund für die Zahlungsschwierigkeiten seien die Verzögerungen bei einem Verkauf eines Photovoltaik-Projekts in Italien. Der Verkaufserlös hätte ursprünglich die Liquidität des Unternehmens und damit die Zinsrückzahlung sichern sollen.

Die Solen AG ist durch eine Namensänderung aus der Payom Solar hervorgegangen. Mitte Oktober hatte das Unternehmen dann eine Neuausrichtung verkündet. Zum Jahresende hatte bereits die Tochtergesellschaft des Photovoltaik-Systemhaus, die Solen Energy GmbH, rund ein Drittel seiner Mitarbeiter entlassen müssen. Damalige Begründung war die derzeitige Situation auf dem Photovoltaik-Markt sowie Umsatzeinbußen. (Sandra Enkhardt)

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