Yingli beklagt „globalen Wirtschaftskrieg“

Chinas Photovoltaik-Industrie und die chinesische Handelskammer bedauern die Entscheidung der Internationalen Handelskommission (ITC) zu Strafzöllen gegen chinesische Hersteller in den USA. Begrüßt wurde allerdings die Entscheidung, dass die Zölle in vielen Fällen nicht rückwirkend gezahlt werden müssen. „Obwohl die Entscheidung teilweise günstig für uns ausfiel, bedauern wir die globalen Auswirkungen dieses Falls“, sagte Liangsheng Miao, Aufsichtsratsvorsitzender und Geschäftsführer von Yingli Green Energy. Er sprach von einem „globalen Wirtschaftskrieg“ in dem man sich nun befinde.

Das kontinuierliche Wachstum von Handelshemmnissen stelle eine ernsthafte Herausforderung für die US-Solarbranche, für amerikanische Arbeitsplätze und für Energieverbraucher weltweit dar, betonte E.L. „Mick“ McDaniel, Geschäftsführer von Suntech America.Weitere Schäden könnten verhindert werden, wenn die Regierungen in einen konstruktiven Dialog treten.

Die Entscheidung schade der chinesischen Solarbranche und Exporten von Photovoltaikprodukten in die Vereinigten Staaten, lautete ein Kommentar der chinesischen Handelskammer. Das Urteil beschädige die nachhaltige Entwicklung der Branche der erneuerbaren Energien in beiden Ländern und auf der ganzen Welt, hieß es weiter.

Die Internationale Handelskommission in Washington hatte die vom US-Handelsministerium verhängten Anti-Dumpingzölle und Anti-Subventionszölle gegen chinesische Hersteller kristalliner Photovoltaik-Produkte am Donnerstag bestätigt. (Jacob Paulsen)