Siemens steigt aus Photovoltaik aus

Siemens will sich im Bereich der erneuerbaren Energien neu aufstellen und künftig stärker auf Wind- und Wasserkraft konzentrieren. Das Unternehmen plant nach eigenen Aussagen, es wolle seine Bereiche Photovoltaik und Solarthermie auflösen oder veräußern. Von den geplanten Veränderungen seien weltweit rund 680 Mitarbeiter betroffen, teilte das Unternehmen mit. Als Grund gibt Siemens die veränderten Rahmenbedingungen und die rückläufigen Umsätze in der Photovoltaik-Branche an. Spezielle Produkte für Photovoltaik- und Solarthermie-Kraftwerke werde Siemens jedoch weiterhin anbieten. Bis zur Veräußerung werde das Geschäft in diesen Bereichen weitergeführt. Bestehende vertragliche Pflichten bleiben somit zunächst unberührt, wie es weiter hieß. Das Geschäft solle bis 2014 abgewickelt sein. Lösungen für Energiespeicher wolle Siemens auch weiterhin anbieten. Die Produktion von Wechselrichtern ist nach Aussagen einer Sprecherin im Sektor "Industry" angesiedelt und ist von den Plänen nicht betroffen.

Die „Division Solar & Hydro“ hat nach Angaben  von Siemens im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz im niedrigen dreistelligen Millionenbereich erzielt und hat rund 800 Mitarbeiter, davon 200 in Deutschland.  (Jacob Paulsen)