4373,5 Megawatt Photovoltaik-Zubau im ersten Halbjahr

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Die Bundesnetzagentur hat Zahlen für den Photovoltaik-Zubau im ersten Halbjahr 2012 vorgelegt. Demnach sind in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 4373,5 Megawatt ans Netz gegangen – so viel wie noch nie in den ersten sechs Monaten eines Jahres. Allein im Juni sind laut Veröffentlichung der Behörde 14.740 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 1790,21 Megawatt gemeldet worden. Dies liegt noch leicht unter dem Rekordwert von Juni 2010, als es einen Zubau von gut 2100 Megawatt gab. Im Mai sind laut Bundesnetzagentur gut 8500 neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 254,23 Megawatt gemeldet worden.

Gründe für den starken Zubau im ersten Halbjahr 2012 dürften sicher die anhaltenden Diskussionen über die Solarförderung und die in der EEG-Novelle geschaffenen Übergangsfristen gewesen sein. So sind im März bereits 1222,77 Megawatt Photovoltaik-Leistung in Deutschland neu installiert, wie aus den Zahlen hervorgeht. Zum 1. April hat die Bundesregierung drastische Einmalkürzungen bei den Photovoltaik-Dachanlage sowie eine neue Einteilung der Leistungsklassen vorgenommen. Bis Ende Juni liefen dann Übergangsfristen für größere Anlagen, weshalb es erneut zu einem starken Zubau gekommen sein dürften. Bis Ende September haben Betreiber großer Solarparks auf Konversionsflächen nun noch Zeit, ihre Anlagen anzuschließen und von der alten Vergütungsregelung zu profitieren. 

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die Zubauzahlen für die Photovoltaik auf ihrer Website. Im Gegensatz zu früher werden nur noch aktualisierte Listen online gestellt, aber keine Einschätzung dazu von Seiten des Behördenchefs mehr veröffentlicht. Ab November ist wieder vorgesehen, den Mechanismus des atmenden Deckels einzuführen. Bis dahin sinken die Photovoltaik-Einspeisetarife um monatlich ein Prozent. Danach wird sich die Höhe der Absenkung wieder am hochgerechneten Photovoltaik-Zubau des Vorquartals orientieren. Sie kann ab November auf bis zu 2,8 Prozent monatlich steigen. (Sandra Enkhardt)

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