Q-Cells einigt sich mit Anleihegläubiger

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Q-Cells SE hat mitgeteilt, dass es „eine grundsätzliche Einigung zur Restrukturierung aller drei ausstehenden Wandelanleihen in einer umfassenden Gesamtlösung erzielt“ habe. Die Einigung sei nach intensiven Gesprächen mit den wesentlichen AnteilsInhabern der Wandelschuldverschreibungen, die 2012, 2014 und 2015 fällig werden, erzielt worden. Die Gespräche hätten bereits im Dezember 2011 begonnen, teilte das Photovoltaik-Unternehmen weiter mit. Beide Seiten hätten sich auf eine Lösung verständigt, die Voraussetzung für einen „umfassenden Schuldenabbau“ bei  Q-Cells sei. Dieser solle nun in einem radikalen Schulden- und Kapitalschnitt erreicht werden. Die Eckpunkte der Einigung sehen vor, dass die Inhaber der Wandelschuldverschreibung, die Ende 2012 fällig wird, nach Abschluss der Finanzneuordnung eine Zahlung von 20 Millionen Euro erhalten.

„Der nach der Zahlung von 20 Millionen Euro ausstehende  Rückzahlungsbetrag und ggf. offene Zinszahlungen auf die Ende Februar 2012 fällige Wandelschuldverschreibung sowie der ausstehende Rückzahlungsbetrag und ggf. offene Zinszahlungen auf die 2014 und 2015 fälligen Wandelschuldverschreibungen unmittelbar vor dem Wandlungstermin sollen zu gleichen Teilen (sogenanntes ‚pari-passu‘) gegen Übernahme nahezu des gesamten Eigenkapitals und im Wege eines Schulden- und Kapitalschnitts (sogenannter Debt-to-Equity-Swap) eingebracht werden“, heißt es in der Mitteilung von Q-Cells. Nach Abschluss der Übernahme des Eigenkapitals würden die Inhaber der drei Wandelschuldverschreibungen gemeinsam mindestens 95 Prozent aller ausgegebenen Aktien der Q-Cells SE halten, so die Einigung. Dies bedeutet, dass die Aktionäre weitgehend aus dem Unternehmen gedrängt werden sollen. Weitere Auszahlungen zu gleichen Teilen an die Inhaber der drei Wandelschuldverschreibungen werde es geben, wenn Q-Cells „nicht-betriebsnotwendige Unternehmensteile“ verkaufen und damit Liquidität vorhalten könne. Dies Verkäufe seien aber mit großen Unsicherheiten behaftet. Q-Cells gehe davon aus, dass sich damit in den nächsten Jahren maximal bis zu 200 Millionen Euro werde erzielen können.

Der grundsätzlichen Einigung müssten nun noch die Anleiheinhaber, die Aktionäre von Q-Cells sowie die zuständigen Behörden zustimmen. Die Aktionäre sollen dem Kapitalschnitt auf der nun einberufenen außerordentlichen Hauptversammlung am 9. März in Leipzig zustimmen. Mit der Lösung könne sich das Photovoltaikunternehmen weitgehend von seinen Schulden befreien und die Rückkehr zu einer soliden Bilanzstruktur mit hoher Eigenkapitalquote schaffen, hieß es bei Q-Cells. Das Unternehmen musste kürzlich bekannt geben, dass es mehr als die Hälfte seines Grundkapitals zum 31. Dezember 2011 verloren habe und über kaum noch Eigenkapital verfüge. (Sandra Enkhardt)

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