Roth und Rau im Umbruch

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Die Schweizer Solarfirma Meyer Burger will mit Roth und Rau einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abschließen. Das teilte der übernommene deutsche Modul- und Spezialmaschinenhersteller mit. Die Schweizer halten bereits über 75 Prozent der Aktien von Roth und Rau. Nach Erreichen des entsprechenden Schwellenwertes wollen sie ein Verfahren zum Ausschluss der Minderheitsaktionäre einleiten, also ein sogenanntes Squeeze-Out.

Eine außerordentliche Hauptversammlung muss dem Beherrschungsvertrag zustimmen. Sie soll bis Ende dieses Jahres stattfinden. Damit wäre die Firma Roth und Rau nicht mehr an der Börse notiert. Das Unternehmen muss den deutschen Technologie-Aktienindex TecDax ohnehin wie Phoenix Solar verlassen, wie Montagnacht bekannt wurde.

Roth und Rau steigert Wirkungsgrad auf 20 Prozent

Während dieser Unternehmensumbrüche präsentiert Roth und Rau auf der Hamburger Messe EU PVSEC seine Forschungsergebnisse: Erstmals weltweit habe man auf industriellen monokristallinen Silizium-Wafern mit 156 Millimetern einen Wirkungsgrad von 20 Prozent erreicht.

Möglich werde das durch die hocheffiziente Hetero-Junction-Technologie. Dabei basierten die Zellen auf einem Niedertemperatur-Herstellkonzept. Sie zeichneten sich durch eine hervorragende Passivierung aus, welche zu sehr hohen Wirkungsgraden und ausgezeichnetem Temperaturverhalten führe, so die Firma. Dies soll Kosteneinsparungen ermöglichen. (Birthe Bruhns)

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