Stimmung im deutschen Handwerk: Endlich sonnig

„Es geht aufwärts“, melden die Interviewer nach Abschluss der jüngsten Umfrage für den monatlichen Konjunkturindex, aus ihrer Sicht scheint der Mai der Monat der Wende gewesen zu sein. Die Elektriker sind den aktuellen Werten zufolge jetzt sowohl bundesweit als auch in allen vier Regionen wieder optimistisch gestimmt. Und bei ihren Kollegen aus dem Bereich Sanitär, Heizung, Klima haben die Optimisten ihre bundesweite Mehrheit ausgebaut. Lediglich im Osten bestimmen noch die Pessimisten das Bild.

Die insgesamt sonnige Stimmung spiegelt sich auch in den Erwartungen der Befragten an die Geschäftsentwicklung der kommenden drei Monate wider, die das ifo-Verfahren sichtbar macht. Aber auch wenn sich das Geschäftsklima bei allen Solarteuren und in fast allen Regionen erwärmt hat, durchweg positiv ist das Bild nicht. Bei den Elektrikern ziehen die düsteren Progosen der Kollegen im Osten den Bundesdurchschnitt ins Minus. Und bei ihren SHK-Kollegen zeichnen sogar nur die Handwerker im Süden der Republik – das allerdings überaus deutlich – ein positives Bild von der Zukunft.

Die Schere zwischen beiden Branchengruppen ist ebenso weit geöffnet wie im vergangenen Monat, allerdings haben die Elektriker ihre SHK-Kollegen glatt überflügelt. Dabei haben alle Solarteure mit den gleichen praktischen Problemen im geschäftlichen Alltag zu kämpfen. Sie beklagen weiterhin, dass der Service der Hersteller nicht ausreicht, und immer wieder, dass das Zubehör nicht passt.

Der Konjunkturindex basiert auf einer monatlichen Umfrage der Querschiesser Unternehmensberatung in Xanten unter 580 Elektrobetrieben und 1.200 SHK-Betrieben im gesamten Bundesgebiet.

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So lesen Sie den Index:

Die befragten Unternehmen werden gebeten, eine Geschäftsprognose für die Photovoltaik in ihrer Region für die kommenden drei Monate abzugeben. Zur Auswahl stehen die Antworten „deutlich positiv“, „leicht positiv“, „neutral positiv“, „neutral negativ“, „leicht negativ“ und „deutlich negativ“. Anschließend werden diese Trends nach vier Regionen aufgeschlüsselt. Die Postleitzahlgebiete 0 bis 1 markieren den Osten, 2 bis 3 den Norden, 4 bis 6 den Westen, 7 bis 9 den Süden Deutschlands. Hinzu kommt ein landesweiter Gesamttrend, berechnet nach dem ifo-Verfahren: Die Anzahl der Antworten in den Kategorien wird in Prozentwerte umgerechnet. Neutrale Antworten werden negiert, aus den positiven und den negativen Antworten wird ein Saldo gebildet. Ist der Saldo positiv, überwiegen die Optimisten, ist er negativ, dominieren die Pessimisten. Außerdem werden die Kategorien nach einem speziellen Schlüssel mit dem Basiswert 100 verrechnet, um die Stimmungskurve abzubilden (siehe Grafiken links); Werte über 100 stehen hier für Optimismus, Werte unter 100 für Pessimismus.

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