Conergy kann Entschuldung starten

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Die Conergy AG kann nun ihre Entschuldung endgültig starten. Das dazugehörige Freigabeverfahren vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg sei nun abgeschlossen, teilte das Photovoltaik-Unternehmen mit. Conergy könne nun seine geplanten und auf der außerordentlichen Hauptversammlung im Februar beschlossenen Kapitalmaßnahmen umsetzen. Zunächst werde eine Kapitalherabsetzung sowie im direkten Anschluss eine Kapitalerhöhung gegen Bar- und gegebenenfalls Sacheinlage geben, teilte das Photovoltaik-Unternehmen weiter mit. Vorstand und Aufsichtsrat von Conergy hätten dazu nun die Einzelheiten beschlossen. Nun stünde noch die Einigung zwischen dem Photovoltaik-Unternehmen und den zukünftigen Kreditgebern aus. Mit dem Kapitalschnitt soll Conergy weitgehend von seinen rund 190 Millionen Euro Schulden befreit werden.

Noch bis Mitte vergangener Woche hätten die Klagen verschiedener Aktionäre die Eintragung der für die Entschuldung notigen Kapitalmaßnahmen ins Handelsregister verhindert. Am Mittwoch nun habe das Oberlandesgericht jedoch per Freigabebeschluss festgestellt, dass diese Klagen einer Eintragung nicht entgegenstehen und damit die Handelsregistersperre aufgehoben, teilte Conergy weiter mit. Die Entschuldung des Photovoltaik-Unternehmens solle nun zügig vorangetrieben werden. Die Aussetzung der Conergy-Aktie aus dem Handel sei für heute oder morgen geplant. Das Unternehmen wies zugleich darauf hin, dass die geplanten Maßnahmen Auswirkungen auf den Aktienkurs haben werden. Die Kapitalerhöhung soll voraussichtlich bis zum 12. Juli abgeschlossen sein.

Der Vertriebsvorstand Andreas Wilsdorf wird nach abgeschlossener Refinanzierung das Unternehmen verlassen. Zum 31. Juli wird er sein Amt niederlegen, wie es aus dem Aufsichtsrat des Photovoltaik-Unternehmens hieß. An seine Stelle soll Alexander Gorski rücken, der mit Wirkung vom 1.8. zum ordentlichen Mitglied des Vorstands berufen wurde. (Sandra Enkhardt)