Bayern will kleine Photovoltaik-Anlagen besser fördern

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In einem Brief an Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) äußert der  bayerische Landwirtschaftsminister „grundsätzliche Bedenken gegen großflächige Anlagen“ im ländlichen Raum. Helmut Brunner (CSU) erneuert damit eine Forderung seiner Partei, die in ihrem Energiekonzept vom Januar für eine verstärkte Photovoltaik-Erzeugung durch Dachanlagen ausgesprochen hat.„Da gerade bei Freiflächenanlagen mit zunehmender Größe erhebliche Degressionseffekte bei den Anschaffungskosten zu verzeichnen sind, müssen auch hier analog zu anderen alternativen Energien Leistungsklassen für die Vergütung eingeführt werden. Ohne Größendifferenzierung findet bei Großanlagen nachweislich eine dauerhafte Überförderung und Bevorzugung statt“, heißt es in Brunners Schreiben,das der «Passauer Neuen Presse» (Samstagausgabe) vorlag.

Er warnt weiterhin vor „Flächenkonkurrenzsituationen und Verwerfungen, die letztlich der gesellschaftlichen Akzeptanz der Photovoltaik schaden“. Stattdessen solle man „den Fokus auf kleinere Anlagen richten, die sich an geeigneten Standorten eher in die Landschaft einfügen lassen“. Brunner fordert zudem, es müsse „sichergestellt werden, dass es für Freiflächen, die sich im Hinblick auf Energieeffizienz und Landschaftsbild für Photovoltaik-Anlagen eignen und die im Bebauungsplan als Sondernutzungsgebiet ausgewiesen sind, keine Beschränkungen wegen der Vornutzung gibt“. Wenn schon landwirtschaftliche Flächen für Photovoltaik herangezogen werden könnten, hält Brunner „eine Gleichstellung von Ackerflächen und Grünland für erforderlich“. (Petra Hannen)