Sharp produziert bald in Italien

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Sharp will ab 2011 gemeinsam mit dem italienischen Energieversorger Enel und der Halbleiterhersteller STMicroelectronics (STM) Dünnschicht-Solarzellen in Italien produzieren. Das Werk werde in Sizilien entstehen, teilte der japanische Elektronikkonzern mit. Es solle zunächst eine Kapazität von 160 Megawatt pro Jahr haben. Die jährliche Produktion könnte aber schnell auf 480 Megawatt ausgebaut werden. Für das Joint-Venture in Italien seien Investitionen von 320 Millionen Euro nötig, hieß es bei Enel Green Power. Die drei Unternehmen wollen jeweils bis zu 70 Millionen Euro beisteuern und werden je ein Drittel an dem Gemeinschaftsunternehmen halten. Der Rest soll über Bankkredite finanziert werden. Die Europäische Kommission muss dem Joint Venture noch zustimmen. Etwa Ende März könne dann vermutlich das neue Unternehmen gegründet werden. Die Produktion der Dünnschichtzellen solle Anfang 2011 beginnen, teilte Sharp weiter mit.

Photovoltaik-Parks im Mittelmeerraum geplant

Darüber hinaus beschlossen die Ökosparte von Enel und Sharp eine weitere Zusammenarbeit. Sie wollen über die Firma ES Solar Farms S.r.l. bis Ende des Jahres 2016 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 500 Megawatt installieren. Dabei wollen sie die Dünnschichtzellen aus dem gemeinsamen Werk in Sizilien in den Solarparks einsetzen. Die Photovoltaik-Kraftwerke sollen vorzugsweise im Mittelmeerraum entstehen, wie Sharp mitteilte. Auch bei diesem Joint Venture muss die Europäische Kommission noch zustimmen.

Sharp könnte damit zu einem der weltweit größten Dünnschichtproduzenten aufsteigen. Diese Technologie galt gerade vor der Finanzkrise als zukunftsweisend. Mittlerweile ist ihr Preisvorteil wegen des fallenden Siliziumpreises deutlich geschrumpft, stattdessen werden nun die Nachteile des größeren Platzverbrauchs relevanter. Nach einer Studie der Schweizer Bank Sarasin ist die Zahl der im Dünnschichtsektor "ernst zu nehmenden Akteure" auf unter 70 Firmen gesunken. (Sandra Enkhardt)

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