EEG-Entwurf ist Tohuwabohu

Frau Höhn, welche Bedeutung hat die Photovoltaik für den Standort Deutschland und den Klimaschutz?

Die Photovoltaik wird in Zukunft eine noch sehr viel größere Bedeutung bekommen. Sie ist eben momentan ein dynamischer Markt, auch in Deutschland. Aber wir sehen ja an der Windkraft, wie sich etwas entwickeln kann, wie stark auch Deutschland da den Ton angeben kann, was das für den Export bedeutet. Also insofern sehe ich da große Zukunftsaussichten für die Photovoltaik. Der Anteil am Strom ist jetzt noch relativ gering, aber die Potentiale sind sehr groß.

Wie schätzen Sie die Bedeutung für den Arbeitsmarkt ein?

Bei den erneuerbaren Energien ist der Kapitaleinsatz gegenüber Kohlekraftwerken oder Atomkraftwerken geringer, dafür aber der Effekt für die Schaffung von Arbeitsplätzen sehr viel höher. Wir haben einen enormen sozialen Faktor bei den erneuerbaren Energien. Dass wir jetzt mittlerweile 250.000 Menschen haben, die in diesem Bereich arbeiten, gegenüber 70.000, die in der heimischen Steinkohle und in der Atomkraft zusammen arbeiten, daran sieht man einfach, dass die erneuerbaren Energien ein wichtiger Jobmotor sind. Und das bezieht sich natürlich auch auf die Photovoltaik.

In jüngster Zeit mehren sich allerdings die Stimmen, die sagen, dass die Belastungen der Stromverbraucher steigen, weil die EEG-Förderung für die Photovoltaik aus dem Ruder läuft und sogar die Milliardensubventionen für die Kohle toppt. Zudem verdienten sich viele Solarbosse dumm und dämlich. Stimmt das?

Erstens ist es ein gutes Zeichen, dass die Unternehmen momentan gut verdienen, weil das heißt: Das EEG hat gegriffen, die

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Zitat

„Man muss sehen, dass die Photovoltaikunternehmen ihre Gewinne reinvestieren.“