Photovoltaik-Dachanlage von Winaico

Die Photovoltaik-Nachfrage in Deutschland bleibt weiter schwach.
Foto: Winaico Deutschland

Realer Photovoltaik-Zubau im Oktober bei 45 Megawatt

30. November 2015 | Politik und Gesellschaft, Märkte und Trends, Topnews

Die Bundesnetzagentur gibt die Gesamtleistung der neuen gemeldeten Photovoltaik-Anlagen mit 80,75 Megawatt an. Darin enthalten sind erneut zahlreiche Nachmeldungen. Die Photovoltaik-Einspeisetarife ändern sich angesichts der schwächelnden Photovoltaik-Nachfrage in Deutschland auch im Dezember nicht.

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Die Bundesnetzagentur hat Photovoltaik-Zubauzahlen für Oktober veröffentlicht. Demnach seien Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 80,751 Megawatt neu gemeldet worden. Darin enthalten sei auch ein Zubauwert von 3,102 Megawatt bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen aus dem Anlagenregister. Der Blick hinter diese nackten Zahlen lohnt auch in diesem Monat. Die Zahl der nachgemeldeten Photovoltaik-Anlagen, die bereits früher in Betrieb genommen worden, ist auch im Oktober enorm.

Im Anlagenregister zeigt sich, dass große Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Deutschland derzeit nicht gebaut werden. Wie bereits im September ist kein großer Solarpark im Oktober in Betrieb genommen worden. Im August war die Förderung über die verpflichtende Direktvermarktung für Freiflächenanlagen ab 100 Kilowatt ausgelaufen. Diese Anlagen werden derzeit nur über Zuschläge bei Ausschreibungen gefördert. Von diesen ist aber bislang wohl noch keine Anlage realisiert worden. Im Melderegister lag die Zahl der tatsächlich im Oktober neu in Betrieb genommenen Anlagen bei 2.961 mit einer Gesamtleistung von knapp 45 Megawatt. Dies sind etwa zwei Drittel aller in dem Monat neu gemeldeten Anlagen.

Mit den Nachmeldungen gleichen sich realer und gemeldeter Photovoltaik-Zubau weitgehend wieder aus. Grafik: pv magazine


Die Solarförderung ändert sich aufgrund des schwachen Zubaus im Dezember nicht. Die Photovoltaik-Einspeisevergütung wird auch im Dezember auf dem Niveau von September verbleiben und je nach Anlagengröße zwischen 8,53 und 12,31 Cent pro Kilowattstunde liegen. Die Erlösobergrenze nach dem Marktprämienmodell, das derzeit für alle neuen Photovoltaik-Anlagen ab 500 Kilowatt verpflichtend ist, liegt zwischen 8,91 und 12,70 Cent pro Kilowattstunde.

Nach den bei der Bundesnetzagentur neu gemeldeten Photovoltaik-Anlagen liegt der Zubau in den ersten zehn Monaten bei gerade einmal 1174,72 Megawatt. Die insgesamt installierte Photovoltaik-Leistung aller geförderten Anlagen gibt die Behörde für Ende Oktober mit 39,484 Gigawatt an. (Sandra Enkhardt)

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