Solarpark von Trina Solar in China


Foto: Trina Solar Ltd.

China mit leicht abgesenktem Photovoltaik-Zubauziel für 2016

04. Januar 2016 | Märkte und Trends, Politik und Gesellschaft, Topnews

Die Nationale Energiebehörde in Peking hat für dieses Jahr eine neu installierte Photovoltaik-Leistung von 15 Gigawatt ausgegeben. Dies liegt leicht unter dem Zubauziel aus dem vergangenen Jahr, das allerdings im Jahresverlauf noch angehoben worden war.

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Chinas Nationale Energiebehörde (NEA) hat kurz vor dem Jahresende noch das offizielle Photovoltaik-Zubauziel für 2016 ausgegeben. Es liegt mit 15 Gigawatt leicht unter dem Ziel von 2015, als die Behörde 17,8 Gigawatt an neu installierter Leistung von Photovoltaik-Anlagen ausgeben hatte. Allerdings hatte sie diese Vorgabe auf im Laufe des Jahres noch nach oben korrigiert. Dennoch steht die Absenkung des Ziels im Widerspruch zu den Ambitionen des Landes bis 2020 eine installierte Photovoltaik-Leistung von 150 Gigawatt zu erreichen. Nach Angaben der NEA waren bis Jahresende voraussichtlich Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 43 Gigawatt installiert.

Allerdings verläuft der Photovoltaik-Zubau in China nicht reibungslos. So gibt es in manchen Regionen Verzögerungen bei den Förderzahlungen bei großen Solarparks sowie Probleme beim Netzanschluss und einer zum Photovoltaik-Ausbau passenden Finanzierung der Infrastruktur. Trotz der leicht absenkten Ziele plant China immer noch den Zubau von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen in diesem Jahr insgesamt um 21 Prozent zu steigern, um somit die Treibhausgasemissionen zu senken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Gerade mit Blick auf die Windkraft will das Land nun seine Anstrengungen erhöhen. Nach Aussage der NEA ist für 2016 ein Windkraftzubau von 20 Gigawatt angestrebt. Mit diesen Zielen will China bis 2030 einen Anteil von 20 Prozent erneuerbaren an der Stromversorgung erreichen.

Mit Blick auf die Finanzierung des raschen Zubaus von erneuerbaren Energien kündigte China zudem Ende Dezember 2015 an, die Einspeisevergütungen für Photovoltaik-Anlagen zu kürzen und einen Aufschlag von 27 Prozent auf die Energiekosten (rund 0,019 Yuan pro Kilowattstunde) zu erheben. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC).

Gleich zu Jahresbeginn 2016 kündigte Qinghai Electric Power, ein Tochterunternehmen des staatlichen Netzbetreibers in China, an, es wolle 7,1 Gigawatt an erneuerbaren Energien in diesem Jahr neu installierten. Das Unternehmen ist für alle Netzanschlüsse in der Provinz Qinghai verantwortlich. Dort sind bislang Erneuerbaren-Energien-Anlagen mit 6,07 Gigawatt installiert, davon entfallen 5,6 Gigawatt auf große Photovoltaik-Kraftwerke und 2,8 Megawatt auf kleinere, sogenannte distributed, Photovoltaik-Projekte. Hinzu kommen Windkraftanlagen mit 467 Megawatt, die in der Provinz installiert sind. Wie sich die geplanten 7,1 Gigawatt auf die einzelnen Erneuerbaren verteilen werden, gab Qinghai Electric Power zunächst nicht bekannt. (Ian Clover, Vincent Shaw)
Übersetzt und bearbeitet von Sandra Enkhardt.

Links zu den englischen Originalartikeln:
China sets slightly lower solar target for 2016
China: Qinghai targets additional 7.1 GW of renewables in 2016

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