Solarpark von First Solar in den USA

Das Photovoltaik-Kraftwerk in Nevada soll 100-Megawatt-Leistung haben.
Foto: First Solar

Buffet bekommt Solarstrom von First Solar zum Schnäppchenpreis

08. Juli 2015 | Märkte und Trends, Topnews

NV Energy hat mit First Solar einen Stromabnahmevertrag geschlossen, wonach der Solarstrom mit gerade einmal 3,87 US-Dollarcent pro Kilowattstunde vergütet werden wird. Das dazugehörige Photovoltaik-Projekt des US-Herstellers in Nevada befindet sich noch in der Planung und soll 100 Megawatt Leistung haben.

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Die zu Warren Buffets Berkshire Hathaway Inc. gehörende NV Energy hat nun mit First Solar einen Stromabnahmevertrag (PPA) geschlossen, der den bislang niedrigsten Preis für Solarstrom enthält. So werde der Energieversorger nur 3,87 US-Dollarcent pro Kilowattstunde für den Solarstrom aus einem 100-Megawatt-Photovoltaik-Kraftwerk „Playa Solar 2“ im US-Bundesstaat Nevada zahlen, das sich derzeit noch im Entwicklungsstadium befinde. Noch im vergangenen Jahr habe der Energieversorger 13,77 US-Dollarcent pro Kilowattstunde für erneuerbare Energien bezahlt. Der Preisverfall zeige, dass Photovoltaik zunehmend eine „Mainstream-Technologie“ werde, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

„Dies ist wahrscheinlich der billigste PPA, den es bislang in den USA gab“, sagte Kit Konolige, Analyst bei Bloomberg Intelligence. Möglich sei dies vor allem durch die hohe Sonneneinstrahlung im Südwesten der USA. Der bislang günstigste Preis für Solarstrom für NV Energy stammt aus einem Vertrag mit Sunpower. Der US-Konzern schloss im vergangenen Jahr einen PPA ab, in dem er zusagte, für 4,6 US-Dollarcent pro Kilowattstunde den Solarstrom aus seinem 100-Megawatt-Solarpark „Boulder“ zu liefern. Beide Verträge hätten eine Laufzeit von 20 Jahren und seien am 1. Juli den Behörden zur Genehmigung vorgelegt worden, heißt es bei Bloomberg weiter. In dem Antrag zu den PPAs heiße es: „Im Vergleich zu existierenden Solarverträgen und zu anderen fossilen Stromerzeugungen“, sind die Preise „sehr vernünftig“. Mit der Entscheidung der Regulierungsbehörden über die PPAs werde zu Jahresende gerechnet.

„Strom aus Photovoltaik-Anlagen ist wettbewerbsfähig mit Energie aus traditionellen, fossilen Kraftwerken, und wird kostenmäßig jeden Tag noch wettbewerbsfähiger“, erklärte auch Sunpower-Vorstandschef Tom Werner erklärte auf Nachfrage der Nachrichtenagentur. Auch für First Solar sei dieser Vertragsabschluss ein weiteres Zeichen für die gesunkenen Kosten für Photovoltaik. „Es ist ein ziemliches aggressives Gebot von First Solar“, erklärte Jenny Chase, Analystin von Bloomberg New Energy Finance (BNEF). Es handele sich dabei „definitiv um einen der niedrigsten“ Strompreise. Zuvor hatte im Januar etwa Dubais Energieversorger zugestimmt, für den Solarstrom aus einem 200-Megawatt-Photovoltaik-Kraftwerk 5,85 US-Dollarcent pro Kilowattstunde zu zahlen.

Sunpower und First Solar sind derzeit dabei, ihre Yieldco-Joint-Venture 8point3 Energy Partners LP an die Börse zu bringen. Sie erhoffen sich vom Börsengang Einnahmen von etwa 375 Millionen US-Dollar. In dem Unternehmen wollen die beiden US-Photovoltaik-Konzerne gemeinsam Kraftwerke betreiben. (Sandra Enkhardt)

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