Tauber Energy errichtet 40-Mwh-Batteriespeicher in Wertheim

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Die Tauber Energy GmbH, ein Unternehmen der Tauber-Solar Gruppe, realisiert in Wertheim ein großskaliges Batteriespeicherprojekt: Am Wartberg entsteht derzeit eine Batteriespeicheranlage mit einer Kapazität von 40 Megawattstunden. Die neue Anlage stärkt Netzstabilität, ermöglicht Integration erneuerbarer Energien und schafft regionalen Mehrwert. Der Baustart des Projekts erfolgte bereits im Februar 2026, die Inbetriebnahme ist für den Sommer 2026 vorgesehen.

Batteriespeicher als Schlüsseltechnologie der Energiewende

Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien wächst die Herausforderung, Stromerzeugung und -verbrauch in Einklang zu bringen. Solar- und Windenergie stehen nicht kontinuierlich zur Verfügung, sondern folgen natürlichen Schwankungen.

Großbatteriespeicher übernehmen hier eine zentrale Funktion: Sie speichern überschüssige Energie und stellen sie genau dann wieder bereit, wenn sie benötigt wird. Damit tragen sie wesentlich zur Stabilisierung von Frequenz und Spannung im Stromnetz bei und ermöglichen gleichzeitig eine effizientere Nutzung erneuerbarer Energien.

Nach Fertigstellung wird die Batteriespeicheranlage über eine Speicherkapazität von 40 MWh und eine Netzanschlussleistung von 15,5 MW verfügen. Die Anlage auf rund 3.000 Quadratmeter Fläche könnte rechnerisch rund 40.000 Haushalte für etwa 2,6 Stunden mit Strom versorgen. Im realen Betrieb wird der Speicher jedoch netzdienlich und flexibel eingesetzt: Je nach Netzzustand lädt oder entlädt er, um Lastspitzen auszugleichen und die Netzstabilität zu sichern.

Datenbasierter Betrieb als integraler Bestandteil

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der datenbasierte Betrieb der Anlage. Tauber Energy setzt bei Batteriespeichern konsequent auf ein datengetriebenes O&M-Modell: Betriebsdaten werden kontinuierlich analysiert – von Zellverhalten über Innenwiderstände bis zur thermischen Entwicklung. Ziel ist es, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen abzuleiten, bevor sie sich auf Verfügbarkeit oder Lebensdauer auswirken. So lassen sich Wartungsmaßnahmen gezielt planen, Betriebsstrategien optimieren und die wirtschaftliche Performance der Anlagen langfristig sichern.

„Ein Batteriespeicher entfaltet seinen vollen Wert erst im Betrieb“, sagt Arne Weinig, Managing Partner bei Tauber Energy und der Tauber-Solar Gruppe. „Entscheidend ist nicht allein die installierte Kapazität, sondern wie intelligent und datenbasiert die Anlagen gesteuert werden. Wir verstehen Speicher als aktive Infrastruktur – und sichern so maximale Verfügbarkeit, Erlöse und eine stabile Integration erneuerbarer Energien.“

Erfolgsmodell Waltershausen als Referenz

Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt ein bereits realisiertes Projekt: Der 22-MWh-Großspeicher in Waltershausen befindet sich seit 2025 erfolgreich im Betrieb und weist eine klar positive Betriebsbilanz auf. Die Anlage hat sich sowohl technisch als auch wirtschaftlich als belastbarer Bestandteil des Energiesystems etabliert und dient als Referenz für die Weiterentwicklung des Betriebsmodells. Auf Basis dieser Erfahrungen treibt Tauber Energy den Ausbau seines Speicherportfolios konsequent voran: Aktuell befinden sich neun weitere Batteriespeicherprojekte in Deutschland in der Planung.

Tauber Energy zeichnet sich durch die konsequente Verbindung von Entwicklung, Errichtung und dauerhaftem Eigenbetrieb unter einem Dach aus. Tauber Energy bleibt langfristig als Betreiber aktiv und trägt damit unternehmerische Verantwortung für Verfügbarkeit, Performance und Wirtschaftlichkeit jeder Anlage. Das wachsende Portfolio schafft dabei Skaleneffekte, die in datenbasierte Betriebsoptimierung zurückfließen: Erkenntnisse aus dem Betrieb einer Anlage verbessern unmittelbar die nächste und grenzen das Geschäftsmodell gegenüber der klassischen Projektentwicklung ab.

Regionaler Mehrwert durch Energieinfrastruktur

Mit dem Projekt am Wartberg entsteht in Wertheim ein zukunftsgerichteter Innovationsstandort: Großbatteriespeicher zählen zu den Schlüsseltechnologien der Energiewende, und ihre Ansiedlung positioniert die Region als aktiven Teil eines modernen, digital gesteuerten Energiesystems. Tauber Energy bindet dabei gezielt regionale Partner in Planung und Umsetzung ein und stärkt so lokale Wertschöpfung und Know-how vor Ort. Damit entsteht nicht nur Energieinfrastruktur, sondern langfristiger Mehrwert für den Standort. Bereits in der Planungsphase hat Tauber Energy proaktiv Maßnahmen zum Schutz der umliegenden Wohnbebauung in das Projekt integriert. Neben technischen Vorkehrungen zur Geräuschreduzierung innerhalb der Anlage wurde am Standort eine eigens dimensionierte Lärmschutzinfrastrukturerrichtet. Der enge und konstruktive Austausch mit dem Bauamt der Stadt Wertheim hat diesen Prozess von Beginn an begleitet und maßgeblich zur zügigen Umsetzung beigetragen.