Die öffentlich zugängliche E-Auto-Ladeinfrastruktur wächst in Hamburg schneller als anderswo in Deutschland. Nach den aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur liegt die Hansestadt nun sowohl im Ländervergleich vorn als auch beim Vergleich der zehn größten Metropolen Deutschlands: Allein zwischen April 2025 und April 2026 kamen an Hamburgs Straßen mit jetzt 5.063 Ladepunkten 1.440 neue hinzu. Damit wuchs ihre Zahl um 40 Prozent. Bundesweit betrug der Zubau im gleichen Zeitraum lediglich 28 Prozent.
Den Erfolg verdankt Hamburg auch der Strategie, seit dem Jahr 2025 im Rahmen eines Konzessionsverfahrens die öffentliche Ladeinfrastruktur stadtweit und bedarfsgerecht auszubauen. Dabei setzt die Stadt neben der städtischen Hamburger Energiewerke Mobil GmbH auf sechs weitere private Betreiber. Einen gewaltigen Beitrag haben die Hamburger Energienetze geleistet, die ein Rekordvolumen von Anschlüssen realisieren.
Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein für eine moderne, wettbewerbsfähige Stadt. Die Technologie entwickelt sich gerade rasant weiter: E-Autos werden alltagstauglicher und immer preiswerter. Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in Hamburg kommen wir parallel gut voran. Das klappt, weil wir ressortübergreifend an einem Strang ziehen und handfeste Ergebnisse liefern. Für die Hamburgerinnen und Hamburger heißt das ganz konkret: mehr Ladepunkte in der Nähe, weniger Ladefrust und mehr Planungssicherheit im Alltag. So können sich die Menschen in unserer Stadt klimafreundlich und unabhängiger von fossilen Energieträgern fortbewegen – und genau daran arbeiten wir weiter.“
Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation: „Mehr als 1.300 neue öffentlich zugängliche Ladepunkte in nur einem Jahr sind ein starkes Signal für die Elektromobilität in Hamburg. Der Ausbau ist nicht nur ein Beitrag zu mehr Klimaschutz, sondern auch ein Beitrag zu weniger Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und damit auch ein Stück strategische Sicherheit. Dass der Ausbau in Hamburg erfolgreich vorangeht, ist das Ergebnis einer klaren Strategie: Mehrere private Betreiber errichten und betreiben die Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. Gemeinsam mit den Hamburger Energienetzen steuern wir den Ausbau genau dorthin, wo er gebraucht wird. So entsteht ein System mit Plan und Tempo – und eines, das inzwischen auch für andere Großstädte Vorbildcharakter hat.“
Dr. Anjes Tjarks, Verkehrssenator: „Eine lebenswerte Stadt braucht eine Mobilität, die funktioniert – und zwar für alle Menschen. Die Antriebswende ist dabei ein zentraler Pfeiler: Sie macht unsere Stadt klimafreundlicher und lebenswerter zugleich – aber nur, wenn die Ladeinfrastruktur mitwächst. Und der Alltag zeigt: Die Nachfrage ist real. Im ersten Quartal 2026 war bereits fast jeder dritte neu zugelassene Wagen in Hamburg zumindest teilweise elektrisch – im März hat sich die Zahl der E-Auto-Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Wer heute ein Elektroauto kauft, soll morgen verlässlich laden können – vor der Haustür, am Arbeitsplatz, überall in der Stadt.“
Michael Dammann, Technischer Geschäftsführer der Hamburger Energienetze: „Wir sind stolz darauf, mit dem Anschluss von über 1.300 E-Auto-Ladepunkten im öffentlichen Raum einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors leisten. Und neben dem an Hamburgs Straßen sichtbaren Angebot läuft bei den meisten der Anbieter auch eine IT-Lösung zur Abrechnung und Anlagensteuerung aus unserem Haus. Zugleich hilft uns die digitale Auswertung sämtlicher Ladestandorte, gemeinsam mit der Wirtschaftsbehörde gezielt an einem Ausbau mitzuwirken, der den künftigen Bedarf der Hamburgerinnen und Hamburger betrachtet und vorwegnimmt.“
Neben den öffentlichen Ladesäulen haben die Hamburger Energienetze zwischen 2024 und 2025 weitere rund 6.400 Ladepunkte auf privaten Geländen angeschlossen. Zu den nun fast 29.000 privaten Ladepunkten zählen Wallboxen an privaten Stellplätzen und in Garagen ebenso wie Ladeinfrastrukturen auf Supermarktparkplätzen und Hotelparkplätzen sowie auf den Betriebsgeländen von Hamburger Unternehmen.
| Schnelle Realisierung von Ladepunkten dank digitalem Anschlussportal Zum Anschlussrekord bei den Hamburger Energienetzen hat vor allem ein zügiger digitaler Antragsprozess beigetragen. Wer eine Ladesäule oder einen privaten Ladepunkt in Hamburg realisieren will, kann den gesamten Anschlussprozess über das Hausanschluss-Portal Hamburg anstoßen und dort jeden Schritt transparent mitverfolgen. Das von den Hamburger Energienetzen eingerichtete Portal bietet unter „Elektromobilität“ sämtliche Funktionen, die für eine reibungslose Koordination aller Beteiligten notwendig sind – vom Betreiber bis zum ausführenden Handwerksbetrieb. Anschlussangebote für einzelne Ladepunkte erstellen die Hamburger Energienetze innerhalb von rund 10 Tagen. Bei Planungen größerer Ladeparks liegt das Angebot meist innerhalb von etwa vier Wochen vor. eRound-Plattform sorgt für zuverlässigen Betrieb und sinnvollen Ausbau Das System erfasst die Abrechnungsdaten, steuert den Ladevorgang und gibt den Planern in der Hamburger Wirtschaftsbehörde genauen Aufschluss darüber, wo beim weiteren Ausbau besonderer Bedarf besteht und welche Standorte in den 104 Stadtteilen erst einmal gut versorgt sind. Die Fachleute in der Behörde erhalten Auswertungen der Auslastung in sogenannten Dashboards. Diese Analyseinstrumente hat eRound speziell für die Hamburger Ausbauplanung entwickelt. Sie berücksichtigen Informationen aller acht Ladesäulenbetreiber. So sichert die enge Zusammenarbeit zwischen Hamburger Energienetzen und Wirtschaftsbehörde ab, dass der Ausbau der Ladeinfrastruktur zielgenau dem Bedarf der elektrisch fahrenden Hamburgerinnen und Hamburger gerecht wird. Noch immer Hausbesitzer vorn bei E-Auto-Anschaffung Um mehr Hamburgerinnen und Hamburgern, die zur Miete wohnen, den Weg zur E-Mobilität zu öffnen, hilft nur ein großflächiger Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur und der Lademöglichkeiten bei Arbeitgebern. Denn wer vor der Tür oder während des Arbeitstags bequem laden kann, steigt leichter um auf ein E-Auto. Verwendete externe Datenquellen:
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