Mit der Unterschrift auf dem Projekterrichtungsvertrag besiegeln die Schaper Energies GmbH aus Herford und die ingenia projects GmbH & Co. KG aus Kirchberg an der Jagst die Umsetzung ihres ersten gemeinsamen Batteriespeicherprojekts. In Crailsheim-Onolzheim entsteht damit das bislang größte Batteriespeichersystem im Landkreis Schwäbisch Hall.
Das Projekt umfasst ein netzdienliches Batteriespeichersystem mit 12 MW Anschlussleistung und einer Speicherkapazität von 24 MWh. Der Anschluss erfolgt am Umspannwerk Onolzheim des Netzbetreibers Stadtwerke Crailsheim.
Als Generalunternehmer verantwortet Schaper Energies im Auftrag von ingenia die technische Planung, die Beschaffung der Komponenten, die Inbetriebnahme sowie die erforderlichen Zertifizierungen. Ein ausgeklügeltes Energiemanagementsystem inklusive Monitoring runden das Paket ab.
ingenia kümmert sich als Projektentwickler um den erforderlichen Tief- und Fundamentbau, die Baugenehmigung, die Bauleitung und den Netzanschluss. Außerdem ist ingenia für die finanzielle Strukturierung des Projektes verantwortlich und somit auch für die Beschaffung der Finanzmittel. Betrieben wird die Batterie von einer eigens gegründeten Betreibergesellschaft, die von ingenia geführt wird.
Zum Einsatz kommen sechs Batteriecontainer des Herstellers Hithium sowie Zentralwechselrichter von SMA.
Erfolgreiche Partnerschaft als Basis
Die Zusammenarbeit zwischen Schaper und ingenia hat sich bereits bei anderen Projekten bewährt. „Im ersten gemeinsamen Projekt sind Worten Taten gefolgt – Qualität und Termine haben überzeugt“, sagt Hermann Huss, Geschäftsführer der Schaper Energies GmbH. „Auf dieser Basis haben wir die Partnerschaft weiterentwickelt und im Bereich Batteriespeicher gezielt vertieft.“
Ein gemeinsamer Workshop im vergangenen Jahr habe die technologische Nähe und das gemeinsame Verständnis für zukünftige Energieprojekte bestätigt. Getrieben durch eine stark wachsende Nachfrage nach BESS-Lösungen wurde die Kooperation schließlich weiter intensiviert.
Steffen Bögner, Geschäftsführer ingenia projects GmbH & Co. KG: „Mit Schaper Energies haben wir einen Partner an unserer Seite, der nicht nur plant und baut, sondern Speicherprojekte auch selbst betreibt. Diese Praxiserfahrung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Projekt.“
Erfahrung aus eigenen Großspeichern
Schaper bringt umfassende praktische Erfahrung aus eigenen Speicherprojekten ein. Mit einem eigenen Stand-alone-Großspeicher in Herford betreibt die Schaper-Gruppe selbst ein komplexes Speichersystem mit einem 21 MW-Großspeicher, der nicht nur Trading an den Spotmärkten betreibt, sondern gleichzeitig Primär- und Sekundärregelleistung bereitstellt – eine technisch und regulatorisch anspruchsvolle Aufgabe, deren Erfahrungswerte bei künftigen Projekten wertvolle Erkenntnisse liefert. Der Speicher wurde in nur drei Monaten Bauzeit realisiert, erreicht eine Verfügbarkeit von rund 99 Prozent und dient als Blaupause für weitere Projekte.
„Diese Erfahrungen aus Planung, Genehmigung, Bau, Betrieb und Vermarktung fließen direkt in Projekte wie Crailsheim-Onolzheim ein“, erklärt Sven Oberwemmer, Geschäftsführer der Schaper Energies und Projektleiter Energie-Versorgungs-Systeme. „Gerade der Umgang mit Netzbetreibern, Behörden, Zertifizierungsstellen und der netzdienliche Betrieb sind heute entscheidende Erfolgsfaktoren.“ Oberwemmer weiter: „Netzdienliche Batteriespeicher sind ein zentraler Baustein der Energiewende. Mit dem Projekt in Crailsheim-Onolzheim schaffen wir Flexibilität für das Stromnetz. Unsere Erfahrung aus dem Betrieb eigener Großspeicher fließt direkt in dieses Projekt ein.“
Bedeutung für Region und Energiewende
Der Speicher wird flexibel Energie aufnehmen und bedarfsgerecht wieder einspeisen. Damit trägt er zur Netzstabilität, zur Integration erneuerbarer Energien und zur Versorgungssicherheit in der Region bei. „Netzdienliche Batteriespeicher werden in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle spielen – perspektivisch an nahezu jedem Umspannwerk“, so Oberwemmer.
Nächste Schritte
Die Baugenehmigung wird für Ende Februar erwartet. Der Baustart ist ab Kalenderwoche 30 geplant, die heiße Bauphase beginnt ab KW 38. Parallel werden Testprotokolle und Gutachten für die Bankfinanzierung vorbereitet.





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