HES INTERNATIONAL und North Atlantic unterzeichnen Absichtserklärung zum Aufbau einer internationalen LOHC-Wasserstoff-Importroute über Wilhelmshaven

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HES International (HES) und North Atlantic, ein kanadisches Energieunternehmen, haben eine Grundsatzvereinbarung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet. Ziel der Kooperation ist die gemeinsame Entwicklung einer Importroute für Wasserstoff über den Hafen Wilhelmshaven auf Basis der LOHC-Technologie (Liquid Organic Hydrogen Carrier – flüssige organische Wasserstoffträger). Die Unterzeichnung erfolgte in Berlin in Anwesenheit von Grant Hendrik Tonne, Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen des Landes Niedersachsen.

Die Vereinbarung markiert einen weiteren entscheidenden Meilenstein auf dem Weg von Wilhelmshaven zu einem strategischen Knotenpunkt für die europäische Wasserstoffwirtschaft. Als Betreiber des Flüssiggutterminals im Hafen wird HES International prüfen, wie bestehende Anlagen umgerüstet und zukunftsfähig aufgestellt werden können, um den Import, die Lagerung und den Vertrieb von Wasserstoff in LOHC-Form zu ermöglichen. Dies leistet einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Dekarbonisierung der industriellen Energieversorgung in Deutschland und darüber hinaus.

Die Partnerschaft unterstreicht die Konzernstrategie von HES, das bestehende europäische Terminal-Portfolio als Fundament für die Energiewende zu nutzen. Das MoU ist ein erster konkreter Schritt, um dieses Vorhaben in eine grenzüberschreitende, transatlantische Zusammenarbeit zu überführen.

„Wilhelmshaven ist einer der strategisch bedeutendsten Energieknotenpunkte Europas. Diese Absichtserklärung mit North Atlantic unterstreicht unser Engagement für PROGRESS 2030 – die Umnutzung bewährter Infrastruktur für Energieträger der nächsten Generation sowie die Schaffung nachhaltiger Werte für unsere Partner, Mitarbeiter und die Regionen, in denen wir tätig sind.“

— Paul van Gelder, CEO HES International

„Mit seiner strategischen Lage, seiner langjährigen Erfahrung und seiner bestehenden Infrastruktur ist North Atlantic hervorragend positioniert, um Kanadas Wasserstoffexporte nach Europa aktiv voranzutreiben. Unsere geplanten Projekte zur Erzeugung von Wasserstoff auf Basis erneuerbarer Windenergie gewinnen durch die Partnerschaft mit HES zusätzlich an Stärke und schaffen eine direkte Verbindung zwischen Neufundland und Labrador, Deutschland und dem Hafen Wilhelmshaven.“

— Ted Lomond, President & CEO North Atlantic

„Wir unterstützen das Projekt, weil es gut für die Energiewende ist, den Wasserstoffhochlauf unterstützt, die europäische Resilienz befördert und den Wirtschaftsstandort Wilhelmshaven stärkt. Mit dem Aufbau einer transatlantischen Importkette wird ein innovativer Ansatz verfolgt, um große Mengen klimaneutralen Wasserstoffs sicher und effizient nach Europa zu bringen. Dass dieses Projekt über Wilhelmshaven realisiert werden soll, unterstreicht die strategische Bedeutung unseres Landes als Energiedrehscheibe.“

— Grant Hendrik Tonne, Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen des Landes Niedersachsen

Die LOHC-Technologie ermöglicht den sicheren Transport und die Lagerung von Wasserstoff in flüssiger Form unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur. Dies macht sie zu einer vielversprechenden Lösung für großvolumige Wasserstoffimporte nach Europa. Wilhelmshaven ist dank seines Tiefwasserzugangs und der etablierten Energieinfrastruktur als Tor für diese Importe prädestiniert.