Seit Jahresbeginn haben sich dem Schweizer Solarverband zufolge die Anmeldungen für die Einmalvergütung gegenüber der Vorjahresperiode fast verdoppelt. Der Zuwachs findet demnach sowohl bei großen wie bei kleinen Anlagen statt, liegt aber immer noch unter dem erforderlichen Photovoltaik-Zubau von 1000 Megawatt.
Diesen beschleunigten Zubau prognostizierte Liu Yiyang, stellvertretender Generalsekretär der China Photovoltaic Industry Association, bei einer Photovoltaik-Konferenz in China. Hintergrund sei, dass China vor 2060 CO2-neutral sein wolle.
Mit einem Zubau von mindestens 1000 Megawatt pro Jahr könne die Photovoltaik-Leistung in Baden-Württemberg bis 2030 auf mehr als 16 Gigawatt erhöht werden. Das Festhalten der Landesregierung am 11-Gigawatt-Ziel sei das falsche Signal.
Aus Sicht des Branchenverbandes wird vor allem der Zubau von Photovoltaik-Dachanlagen im kommenden Jahr stark rückläufig sein, wenn nicht mehrere im Gesetzentwurf vorgesehene Marktbremsen gelöst werden. Zudem müssten die jährlichen Ausbauziele deutlich angehoben werden.
45 Prozent der Kapazitäten zur Stromerzeugung, die im Jahr 2019 weltweit errichtet wurden, entfielen auf die Photovoltaik. Das zeigt ein neuer Report von Bloomberg New Energy Finance. Die Analysten erwarten, dass der Markt weiter wächst und der Photovoltaik-Zubau 2022 etwa bei 140 bis 178 Gigawatt liegen wird.
Nach Zahlen der Bundesnetzagentur war der Juli damit der bislang zubaustärkste Monat des Jahres. Insgesamt sind in Deutschland nun gut 51,98 Gigawatt Photovoltaik installiert.
Der Klimakreis der Unionsfraktion im Bundestag hat zahlreiche „Impulse für die EEG-Reform“ gesammelt. Dazu gehören vielfältige Maßnahmen, beispielsweise eine Befreiung des Photovoltaik-Mieterstroms und des Eigenverbrauchs von der EEG-Umlage, vereinfachte Bedingungen für die Direktvermarktung speziell für Post-EEG-Anlagen, ein Ausbau der Speicherförderung und der verpflichtende Einbau von Photovoltaik bei Neubauten. Das Papier liegt pv magazine vor.
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz sieht auf den rund elf Millionen Dächern in Nordrhein-Westfalen noch viel ungenutztes Photovoltaik-Potenzial. Realisiert wurden dem neuen Energieatlas NRW zufolge bislang nur vier Terawattstunden.
Das Land hat in den ersten sieben Monaten des Jahres rund 916 Megawatt neue Photovoltaik-Leistung zugebaut. Vor allem Prosumer treiben die Nachfrage.
Niederländische Forscher versuchen herauszufinden, ob Photovoltaik-Großprojekte auf Hochwasserschutzdeichen in den Niederlanden eingesetzt werden können. Auf einem Deich in der Nähe von Groningen wurde bereits ein Fünf-Megawatt-Solarprojekt gebaut. Die Forscher glauben jedoch, dass auf solchen Böschungen bis zu 2,9 Gigawatt Photovoltaik realisiert werden können.