Bei der Ausschreibung des transitorischen FerX-Programms mit sogenannten „Anti-China“-Kriterien in Italien haben nur zwei der bezuschlagten Photovoltaik-Anlagen eine Leistung von mehr als 100 Megawatt. Insgesamt erreichen die 88 erfolgreichen Projekte eine Leistung von 1,115 Gigawatt, wie die Auswertung des italienischen Energieversorgers Gestore dei servizi energetici zeigt.
„Mit den Ergebnissen von Macse (12.000 bis 15.000 Euro pro Megawattstunde und Jahr) erzeugt ein 4-Stunden-System etwa 50.000 bis 60.000 pro Megawatt und Jahr an festen Einnahmen für 15 Jahre. Wenn man diese Ströme auf einfache Weise aktualisiert, liegt die maximal tragbare Investitionssumme, um das wirtschaftliche und finanzielle Gleichgewicht zu halten, in der Größenordnung von 60 bis 80 Euro pro installierter Kilowattstunde, unter Berücksichtigung der Betriebskosten und niedrigen Anschlusskosten“, sagte Felice Lucia von Jinko Power im Gespräch mit pv magazine Italien. Er fügte hinzu, dass die tatsächlichen Kosten in Europa heute noch zwischen 120 und 180 pro Kilowattstunde liegen.
Mit neuen Ausschreibungskriterien will das Land in der EU hergestellte Module fördern. Dazu hat die Regierung nicht preisbezogene Kriterien für Ausschreibungen eingeführt und damit als eines der ersten EU-Länder die Vorgaben von NZIA umgesetzt.
Im zweiten Quartal dieses Jahres kamen neue Photovoltaik-Anlagen mit rund 1092 Megawatt hinzu, wobei das Dachanlagen-Segment die Nachfrage antreibt.
Die kumuliert installierte Photovoltaik-Leistung des Landes stieg bis Ende Juni 2024 auf 33,62 Gigawatt. In den ersten sechs Monaten des Jahres lag der Zubau rund ein Gigawatt höher als noch im Vorjahreszeitraum.
Die italienische Regierung sich auf ein neues Dekret verständigt, das Photovoltaik-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen vollständig verbietet. Die neuen Bestimmungen sollen nicht für Projekte gelten, die derzeit das Genehmigungsverfahren durchlaufen. Auch Agri-Photovoltaik-Projekte scheinen davon ausgenommen zu sein.
Die neuen Bestimmungen sehen vor, dass den Entwicklern von Photovoltaik-Projekten Steuergutschriften gewährt werden können, wenn sie in der Europäischen Union hergestellte Solarmodule mit einem Modulwirkungsgrad von mehr als 21,5 Prozent oder einem Zellwirkungsgrad von über 23,5 Prozent verwenden. Die Steuergutschriften werden bis zu 35 Prozent der Modulpreise abdecken.
Italien hat im vergangenen Jahr 5,23 Gigawatt an neuen Photovoltaik-Anlagen installiert, womit sich die kumulierte installierte Photovoltaik-Leistung bis Dezember 2023 auf 30,28 Gigawatt erhöht hat, wie der Branchenverband Italia Solare erklärte.
Die Projekte sollen in einem transparenten und diskriminierungsfreien Ausschreibungsverfahrens ausgewählt werden, bei dem die Bieter um den niedrigsten Fördertarif konkurrieren, der für die Realisierung eines einzelnen Projekts erforderlich ist. Um in den Genuss der Regelung zu kommen, müssen die erfolgreichen Bieter ihre Photovoltaik-Anlagen vor dem 30. Juni 2026 in Betrieb nehmen.
Die italienischen Behörden haben bei der jüngsten Ausschreibung für erneuerbare Energie Anlagen mit 368,2 Megawatt bezuschlagt. Die Gebote bewegten sich bei einen maximalen Abschlag zwischen 2 und 2,8 Prozent auf den Auktionshöchstpreis von 6,5 Cent pro Kilowattstunde.