Zum Tag der Erneuerbaren Energien hat die Agentur die Erfolge der zurückliegenden Jahren noch einmal aufgelistet. Die Umsatze aus dem Anlagenbetrieb sowie die Investitionen in neue Anlagen sind demnach im vergangenen Jahr auf jeweils über 16 Milliarden Euro gestiegen. Photovoltaik, Windkraft und Co. standen damit auch 2017 für wirtschaftliches Wachstum und neue Jobs.
Der Anteil der erneuerbaren Energie ist in Baden Württemberg im vergangenen Jahr gestiegen. Die Photovotaik hat dabei zwar den größten Anteil unter den Erneuerbaren an der Bruttostromerzeugung, die Zuwachsraten bleiben allerdings seit Jahren gering. So verzeichnete im vergangenen Jahr die Windenergie mit rund 775 Gigawattstunden den größten Zuwachs.
Das Erreichen der Klimaziele ist technisch möglich, bedarf aber deutlich höherer Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Die International Renewable Energy Agency hat dafür einen Fahrplan entwickelt, mit dem die Klimaziele erreicht werden und der am Ende zu einer um 52 Billionen US-Dollar höheren Wirtschaftsleistung sowie 11,6 Millionen zusätzlichen Jobs weltweit führt.
Für die SPD-Ministerin Svenja Schulze ist Greentech der Jobmotor für die Zukunft. Das weltweite Marktvolumen lag dem Atlas zufolge 2016 bereits bei 3200 Milliarden Euro und deutsche Firmen hatten einen Anteil von 16 Prozent daran.
Der gemeinsam mit Partnern in Berlin vorgestellte „Energieatlas 2018“ zeigt die drängendsten Herausforderungen der Energiewende in Deutschland und Europa auf. Dabei ist der Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare in Europa technisch schon jetzt möglich, wie Ellen Ueberschär, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, sagt.
Der IT-Konzern hat die komplette Umstellung auf erneuerbare Energien vollzogen. Einen großen Teil seines Ökostroms bezieht Apple dabei aus Photovoltaik-Anlagen. Ziel ist es, auch bei den Zulieferern den Energieumbau zu befördern.
Das Bundesland will mit dem Geld aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unter anderem Projekte für mehr Energieeffizienz, für Erneuerbare und eine intelligentere Stromversorgung fördern.
Der Anteil der Photovoltaik am Strommix nimmt im Nachbarland nur in kleinen Schritten zu und lag 2016 noch bei unter einem Prozent. Ein Problem sind lange Wartezeiten für die Einmalvergütung. Dem Bundesamt für Energie zufolge müssen Betreiber von kleinen Photovoltaik-Anlagen zwei Jahre, von großen Anlagen sogar sechs Jahre auf die Auszahlung warten.
Das Analysehaus Aurora Energy Research rechnet bis 2030 mit Erneuerbaren-Investitionen in Höhe von 180 Milliarden Euro in Nordwesteuropa, davon 64 Milliarden Euro ohne Förderung. Insbesondere in der Photovoltaik wird es zunehmend auch ohne Subventionen gehen.
Der neuen Studie zu den Stromgestehungskosten des Freiburger Instituts zufolge kommen Photovoltaik-Anlagen auf Werte zwischen 3,71 und 11,54 Eurocent pro Kilowattstunde. Für die Zukunft sehen die Wissenschaftler weiterhin großes Kostensenkungspotenzial.