Der Bundesverband Solarwirtschaft appelliert an den Bundestag, den Photovoltaik-Deckel endlich zu Fall zu bringen. Die Regelung hängt seit Monaten wie ein Damoklesschwert über der Solarbranche.
Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen wollte eine Anschlussregelung Photovoltaik-, Wind- und Bioenergieanlagen erreichen, deren EEG-Vergütung ausläuft. Der Wirtschaftsausschuss hat den Antrag jedoch abgelehnt. Mit Blick auf den 52-Gigawatt-Deckel für die Photovoltaik fordert der Bundesverband Solarwirtschaft jetzt eine Fraktionseinbringung im Eilverfahren.
Das Ende des 52-Gigawatt-Deckels soll nicht länger von einer politischen Einigung der Regierungskoalition zu angemessenen Abständen von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung abhängig sein. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft.
Der Branchenverband weist darauf hin, dass nur mit Ökostrom betankte Elektroautos Anreize wie die gerade erhöhte E-Auto-Prämie rechtfertigen. Daher müsse der 52-Gigawatt-Deckel endlich abgeschafft werden.
Die Pläne der Bundesregierung für einen schnelleren Ausbau der Solartechnik sorgen dem Verband zufolge für ein besseres Geschäftsklima. Die Photovoltaik profitiere davon besonders, aber auch die Solarthermie.
Angesichts des Wachstumskurses bei Umsatz und Beschäftigung geht der Bundesverband Solarwirtschaft davon aus, dass sich in München eine zuversichtliche Solarbranche trifft. In der bayerischen Landeshauptstadt haben am Mittwoch die Solarfachmessen von The Smarter E Europe begonnen.
Die 15 Erstunterzeichner des Appells vertreten mehrere 100.000 Unternehmen und über zehn Millionen Bürger. Initiator ist der Bundesverband Solarwirtschaft.
Die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Solarwirtschaft wählte Moritz Ritter zum Nachfolger des langjährigen Vizepräsidenten Helmut Jäger. Auch im Vorstand gibt es ein paar neue Gesichter.
Der Erfolg der Photovoltaik-Projekte bei der ersten gemeinsamen Ausschreibung mit der Windkraft ist für Energieunternehmen wie EnBW ein deutlicher Fingerzeig für die Zukunft. Der süddeutsche Versorger konnte sich dabei selbst mit drei Projekten durchsetzen und erwägt jetzt die Ausweitung des Geschäfts. Aber auch bei anderen Energieunternehmen ist dieser Trend zu spüren.
Der Bundesverband Solarwirtschaft hat einen weiteren, diesmal kostenpflichtigen Leitfaden zu Photovoltaik-Mieterstromprojekten herausgegeben. Dort werden unter anderem die rechtlichen Fragen zur Förderung und zum Lieferverhältnis zwischen Mieter und Vermieter ausgelotet und er enthält einen editierbaren Mustervertrag.