Nach den vorläufigen Zahlen sind die witterungsbedingten Rückgänge bei Wind- und Wasserkraft in diesem Jahr durch die zugebauten Photovoltaik-Anlagen mehr als kompensiert worden. Am Ende wird ein leichtes Plus von 0,7 Prozentpunkten beim Anteil der Erneuerbaren erreicht werden.
Der Verband hat die Zahlen der vier Übertragungsnetzbetreiber und von 17 Verteilnetzbetreibern zusammengetragen. Der BDEW fordert angesichts der genehmigten Netzanschlüsse und ausstehenden Anträge schnelles politisches Handeln und neue Regeln für Netzanschlussbegehren.
Verkehrsminister Patrick Schnieder hat in Berlin einen neuen Masterplan Ladeinfrastruktur vorgestellt. Das Maßnahmenpaket soll Genehmigungen beschleunigen, den Ausbau in Quartieren und auf Supermarktparkplätzen erleichtern und mehr Wettbewerb beim Laden schaffen. Während der VKU zentrale Elemente begrüßt, warnt der BDEW vor Risiken durch mögliche Änderungen an den EU-Flottengrenzwerten.
Ein Gutachten von Frontier Economics im Auftrag der Bundesnetzagentur bestätigt die Kritik des BDEW am laufenden NEST-Prozess. Nach Einschätzung des Verbands könnten die geplanten Methodenänderungen bei Effizienzvergleich, Kapitalkosten und Produktivitätsfaktor jene Netzbetreiber benachteiligen, die jetzt massiv in die Transformation investieren müssen. Investoren teilen diese Sorge und fordern verlässliche Rahmenbedingungen für den Netzausbau.
Während in Neubauten die Wärmepumpe mit 69,4 Prozent die dominierende Heizungsart ist, wird sie in Bestandsgebäuden kaum genutzt. Allerdings zeigt das BDEW „Trendbarometer“ auch deutliche Unterschiede zwischen neugebauten Ein- und Mehrfamilienhäusern.
Der Bundesverband der Energiewirtschaft fürchtet beim Energy Sharing zu viel Bürokratie, der Bundesverband Erneuerbare Energien zu wenig regionalen Bezug. Er mahnt außerdem Regeln für beschleunigte Netzanschlussverfahren an.
Nach drei Quartalen liegt der Anteil der Photovoltaik am Stromverbrauch bei 21 Prozent und damit sogar höher als der von Windkraft an Land, wie aus aktuellen Berechnungen von ZSW und BDEW hervorgeht. Nach Angaben von Energy-Charts erreichte die öffentliche Nettostromerzeugung der Photovoltaik-Anlagen bereits am 15. September den Wert des Vorjahres und stieg bis Monatsende auf mehr als 65 Terawattstunden an.
In einem Positionspapier legen die Verbände dar, warum sie den aktuellen Entwurf zum Cybersicherheitsgesetz ablehnen. Sie fürchten massive Bürokratie und Verzögerungen beim Netzausbau.
Als Vertretung der Verteilnetzbetreiber warnt der Verband vor fundamentalen Eingriffen in die bisherige Anreizregulierung zum Netzausbau. Die Bundesnetzagentur unterschätze die Auswirkungen ihrer vorgeschlagenen Methodenänderungen, wie der BDEW in seiner Stellungnahme anmerkt.
Nach den vorläufigen Berechnungen von BDEW und ZSW ist der Anteil damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum rückläufig. Die Photovoltaik legte jedoch kräftig zu und kam im ersten Halbjahr 2025 auf einen Anteil von 18 Prozent. Damit lag sie nur knapp hinter der Windkraft an Land.