Die kurzfristige Änderung des Ausschreibungsdesigns in der EEG-Novelle könnten Die Volumen für Windkraft und Biomasse kurzfristig deutlich sinken. Bei der Photovoltaik moniert der Verband die neu eingeführte Wahlmöglichkeit für Anlagen ab 300 Kilowatt, die den weiteren Ausbau auf Gewerbedächern blockieren dürfte.
Bei der technologiespezifischen Ausschreibung gab es bei der Photovoltaik knapp 257 Megawatt zu verteilen. Dafür gingen 186 Gebote mit einem Volumen von insgesamt 936 Megawatt ein. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt bei 5,10 Cent pro Kilowattstunde. In der Vorrunde waren es 5,23 Cent.
Die Think Tanks Energy Watch Group (EWG), World Future Council (WFC)/ Global Renewables Congress (GRC) und der Haleakala Stiftung haben die Bedingungen in mehr als 20 Ländern analysieren lassen. Ihr Ergebnis: Besonders Ausschreibungen stellen ein erhebliches Hemmnis für das notwendige exponentielle Wachstum von kleinen und mittleren Photovoltaik- und Windkraft-Projekten dar. Damit geraten auch die Pariser Klimaziele in Gefahr.
Die Bundestagsfraktionen von CDU, CSU und SPD haben nachverhandelt und dabei sind zahlreiche Änderungen im bisherigen EEG-Entwurf geplant. Der Bundesverband Solarwirtschaft sieht in den Nachbesserungen nur eine Sammlung „klimapolitisch vollkommen unzureichender und unausgegorener Formelkompromisse“.
RWE, Vattenfall, Uniper und andere Betreiber erhalten für das Abschalten von Steinkohle-Kraftwerken Entschädigungen, obwohl ihre Anlagen in den letzten zwei Jahren rechnerisch 202 Millionen Euro Verlust gemacht haben. Das zeigt eine neue Analyse der britischen Klimaschutzorganisation Ember.
Der Bundesverband Solarwirtschaft hat sich mit einem offenen Brief an die Politiker aus Bund und Ländern gewandt und fordert eindringlich Nachbesserungen im EEG-Entwurf für die Photovoltaik. Dabei geht es unter anderem um eine passende Anschlussregelung für die Post-EEG-Anlagen und eine Nachjustierung bei den geplanten Ausschreibungen für Photovoltaik-Dachanlagen.
Bayern ist Photovoltaik-Land Nummer eins in Deutschland. Die Grünen fordern nun von der Staatsregierung, sich „auf allen Ebenen“ für eine Novellierung des EEGs einzusetzen, die den Klimaschutzzielen gerecht wird.
Die Länderkammer hält die bisher im Entwurf vorgesehenen Zubauziele nicht für ausreichend, um bis 2030 einen Anteil von 65 Prozent Erneuerbare am Bruttostromverbrauch zu erreichen. Sie fordert auch eine Entlastung von privaten Haushalten beim Einbau von intelligenten Messsystemen.
Der Bundesverband Solarwirtschaft und der Handelsverband Deutschland sind überzeugt, dass die geplante Absenkung der Auktionspflicht auf 500 Kilowatt Einzelhändler von Photovoltaik-Investitionen abhält. Derweil legt Lichtblick einen eigenen Entwurf für eine EEG-Reform vor.
Im September lag die Leistung der bei der Bundesnetzagentur neu gemeldeten Photovoltaik-Anlagen bei knapp 388 Megawatt. Aufgrund des starken Zubaus liegt die monatliche Degression erstmals bei 1,8 Prozent für die Monate November bis Januar.