Schott Solar in Tschechien: Für die Konzernleitung hat sich die Entscheidung für den Standort Tschechien bestätigt. Die Produktion in Valašské Meziříčí soll bis Ende des Jahres vervierfacht werden. Beim geplanten Börsengang musste das Unternehmen, das derzeit auch Kapazitäten in Deutschland und den USA ausbaut, allerdings aufgrund der internationalen Finanzkrise zurückstecken.
Tschechische Republik: Noch ist der Anteil der Photovoltaik an der Energieproduktion in Tschechien verschwindend gering. Doch die Nachbesserung der Förderbedingungen Anfang dieses Jahres hat Bewegung in den Markt gebracht. Damit könnte die Tschechische Republik, die zugleich als interessanter Produktionsstandort gilt, eine Signalwirkung in ganz Osteuropa ausüben.
Olé: Die spanische PV-Industrie lässt sich von der derzeit unsicheren Rechtslage scheinbar nicht beeindrucken. Experten gehen mindestens von einer Verdoppelung des Marktes auf 1.200 Megawatt bis Ende 2008 aus.
Die Größe zählt: In Japan verschiebt sich der Fokus bei Solarinstallationen. Nach dem Auslaufen der Wohngebäudeförderung sollen künftig Großinstallationen helfen, die „Sunshine Targets“ zu erfüllen. Laut der PV-Roadmap will Japan bis 2030 rund 100 Gigawatt installiert haben. Wie, ist Experten allerdings unklar. Unternehmen und Regierung wollen künftig verstärkt auf Großanlagen setzen.
Es kann nur besser werden: Starten die USA unter neuer Führung bei den erneuerbaren Energien durch? Klar ist, dass Hillary Clinton und Barack Obama aufs Gaspedal drücken wollen. John McCain bekennt sich zumindest zum Klimaschutz. Mehr und mehr Bundesstaaten galoppieren jetzt schon voraus und pushen Sonne, Wind & Co.
Vorerst macht wohl keine Nation den Japanern ihren Titel als Weltmeister der Zellproduktion streitig. Japans Zellhersteller planen weiteren Ausbau ihrer Kapazitäten, doch Kritiker warnen vor überzogenen Erwartungen. 2006 waren noch drei japanische Unternehmen in den Top Five vertreten, doch Q-Cells und Suntech könnten dem Marktführer seine Position streitig machen. 2010 will Sharp die Fertigung in seiner ersten Gigawatt-Produktion aufnehmen.
Die Staaten Afrikas und des mittleren Ostens stehen beim Thema erneuerbare Energien noch ganz am Anfang. Welche Möglichkeiten die Erneuerbaren für die Entwicklung der einzelnen Volkswirtschaften spielen könnten, diskutierten 60 Vertreter aus Unternehmen, Regierungen und Forschung Ende November in Kairo.
Sackgasse: Die Förderung für Wohngebäude-PV ist in Japan ausgelaufen. Jetzt sprechen erstmals auch einheimische Marktteilnehmer aus, was Experten schon lange befürchten: „Der Solarmarkt in Japan ist rückläufig!“ Grund für den Markteinbruch um 25 Prozent soll die japanische Baubranche sein. Angeblich ein einmaliges Phänomen. Experten warnen davor, den Weltmarkt unnötig unter Druck zu setzen. Forderungen nach einem Energie-Gesetz werden laut.
Intersolar in San Francisco: Die weltweit größte Messe für Solartechnik, die Intersolar, macht den Sprung nach Kalifornien. Erstmals findet Mitte Juli in San Francisco die Intersolar North America statt. Die Fachmesse kooperiert mit der Halbleiter- und Mikroelektronikmesse SEMICON West. Dadurch erhofft man sich Synergieeffekte.
USA: Wo steht die Photovoltaik in dem ölabhängigen Land? Startet der Markt bald durch? Oder bleibt Europa weiterhin das Zugpferd? Klar ist: Es muss sich noch viel tun. Denn die Öllobby ist immer noch zu mächtig, und die finanziellen Anreize für Solarstrom sind selbst im sonnigen Kalifornien zu schwach.