Eine Potenzialstudie zeigt, dass das Bundesland ein attraktiver Standort für eine Elektrolyseindustrie wäre. Bis zu 7000 hochwertige Arbeitsplätze könnten in der Wasserstoffwirtschaft entstehen. Brandenburg kündigte eine Bundesratsinitiative an, wonach es sich für eine schnelle Umsetzung der europäischen Erneuerbaren-Richtlinie in nationales Recht einsetzen will, um die Rahmenbedingungen für Power-to-X-Technologien zu verbessern.
In Sachsen-Anhalt will die Tochter Avacon dem Erdgas einen Anteil von 20 Prozent Wasserstoff beimischen. Das Projekt ist Teil der Eon-Initiative „Grünes Gas aus Grünem Strom“.
Mit dem Ideenwettbewerb sollen zukunftsfähige Energietechnologien unter realen Bedingungen und im industriellen Maßstab erprobt werden. Jeweils zehn Projekte in und außerhalb der Strukturwandelregionen erhielten nun eine Förderzusage aus dem Bundeswirtschaftsministerium.
Das Geld soll in den kommenden drei Jahren für Projekte bereitgestellt werden, die an die Marktfähigkeit von Power-to-X-Technologien arbeiten. Die Ministerin betont das hohe CO2-Vermeidungspotenzial des grünen Wasserstoffs.
Zunächst wollen die Energiekonzerne einer Power-to-Wasserstoff-Anlage die Machbarkeit prüfen. Der grüne Wasserstoff vor Ort könnten aus dem angrenzenden Windpark produziert werden.
Das Dresdner Unternehmen hat beim „HYPOS“-Projekt die neue Generation der Hochtemperatur-Elektrolyse an den Start gebracht. Sie ist wegen der höheren Auslastung und Wirkungsgraden von mehr als 80 Prozent betriebswirtschaftlich attraktiver.
Das Projekt sieht den Bau von Anlagen und Einrichtungen zur Erzeugung, Verteilung, Speicherung und zum Verbrauch von Wasserstoff vor. Die Partner beteiligen sich damit am Wettbewerb „Reallabore für die Energiewende“ des Bundeswirtschaftsministeriums.
Ziel ist es, die bestehende Gas-Infrastruktur für eine schrittweise Erhöhung des Wasserstoffanteils zu rüsten. Das künftige Regelwerk soll zunächst eine Zielgröße von etwa 20 Prozent Wasserstoffeinspeisung anpeilen.
RWE, Enertrag, Siemens, das Forschungszentrum Jülich und weitere Partner planen den Bau einer Power-to-Gas-Anlage mit einer Leistung von 105 Megawatt. Derweil wächst die Kritik an den für Power to Gas relevanten neuen Bestimmungen im Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG).
Der Energiekonzern will das Projekt „HySynGas“ im Industriepark Brunsbüttel gemeinsam mit ARGE Netz und MAN Energy Solutions umsetzen. Die Partner wollen einen Power-to-Gas-Hub für sektorenübergreifende Dekarbonisierung in Norddeutschland etablieren und sich als Reallabor beim Bundeswirtschaftsministerium bewerben. Am Dienstag hatten die EU-Energieminister in Bukarest ihre „Sustainable and Smart Gas Infrastructure Declaration“ unterzeichnet.