PV-Cycle: Nachdem Recyclingpionier Solarworld dem Industrieverband PV Cycle den Rücken gekehrt hat, ist offener denn je, ob die Branche die Aufnahme der Solartechnik in die Elektronikschrott-Richtlinie der EU abwehren kann.
EEG-Umlage: Mit Spannung ist die Verkündung der Umlage für 2012, mit der der Ausbau der Erneuerbaren von den Stromverbrauchern finanziert wird, erwartet worden. Die erneut gestiegenen Kosten haben allerdings reichlich wenig mit dem Ausbau der regenerativen Energien in Deutschland zu tun.
Energieminister Barker will die Photovoltaik-Einspeisetarife für kleine Anlagen mehr als halbieren. Davon betroffen sein könnten alle Photovoltaik-Systeme, die ab dem 12. Dezember ans Netz gehen, auch wenn die Neuregelung erst zum April 2012 in Kraft treten soll.
Die Planungsgesellschaft Desertec Industrial Initiative hat den Bau eines Pilotkraftwerks angekündigt. Es soll eine Kapazität von 500 Megawatt haben.
Es ist amtlich, dass die Photovoltaik-Einspeisetarife zum 1. Januar 2012 um 15 Prozent fallen. Der Zubau lag zwischen Oktober 2010 und September 2011 bei etwa 5200 Megawatt in Deutschland.
Die Analysten der BHF-Bank erwarten, dass die Bundesnetzagentur eine Absenkung der Einspeisetarife für Photovoltaik-Anlagen von 15 Prozent zum Januar 2012 verkünden wird. Die Festlegung muss bis spätestens Montag erfolgen.
In den USA ist der Photovoltaik-Konzern nun vor Gericht gezogen. Unterstützung bekommt Solarworld von einer Reihe weiterer Hersteller aus den USA.
Mit dem „1000-Dächer-Programm Photovoltaik“ will der Freistaat seine Kommunen zu Investitionen in Solaranlagen bewegen. Seit Juli 2010 sind dank der Förderung etwa 130 neue Photovoltaik-Anlagen in Thüringen entstanden.
Die Umlage steigt im kommenden Jahr auf 3,592 Cent je Kilowattstunde. Grund für den Anstieg ist aber nicht der weitere Ausbau der Erneuerbaren, sonder der neue Liquiditätspuffer, der eigentlich erst mit der EEG-Novelle 2012 in Kraft treten sollte.
Nach einem Medienbericht wird für das kommende Jahr nur ein Anstieg von knapp 0,07 Cent bei der Umlage erwartet. Dies hat aber wohl weniger mit dem Ausbau von Erneuerbaren Energien selbst zu tun, sondern ist eher auf die Flucht vieler Industrieunternehmen aus der Zahler-Gemeinschaft zurückzuführen.