Nun ist es offiziell! Doch auf welches Modell zur Solarförderung sich die Minister geeinigt haben, ist noch nicht bekannt.
Die Pläne der Bundesregierung, die Photovoltaik stark zu beschneiden, stoßen auf starke Proteste innerhalb der Solarbranche. Am Donnerstag wollen bundesweit tausende Beschäftigte von Photovoltaik-Unternehmen ein Zeichen setzen.
In Großbritannien gibt es seit Monaten eine gerichtliche Auseinandersetzung über die Solarförderung. Nun kündigte das Energieministerium an, eine Entscheidung am Obersten Gerichtshof suchen zu wollen.
In den kommenden Tagen müssen Umwelt- und Wirtschaftsminister erklären, wie es mit der Photovoltaik weitergeht. Noch halten sich alle Seiten bedeckt. Eine Chronik der Ereignisse.
Das chinesische Photovoltaik-Unternehmen hält die eingereichte Petition der US-Tochter von Solarworld für den falschen Weg, sich gegen Konkurrenz zu schützen. Außerdem erwartet der Europa-Chef Ben Hill eine harte Konsolidierungsphase für die Photovoltaik-Hersteller.
Die Solarbranche protestiert in einer spontanen Aktion gegen die Photovoltaik-Kürzungspläne von Wirtschaftsminister Rösler. Eine überdimensionale Tube Sonnencreme zeigt den Minister in seiner Rolle als Sunblocker.
Der Energieverband fordert eine Begrenzung des Zubaus von Photovoltaik-Anlagen für die kommenden zwei Jahre. Außerdem sollte es eine grundlegende Reform des EEG geben.
Wie viel Photovoltaik-Leistung ist zum Jahresende 2011 wirklich installiert worden? Diese Frage beschäftigt viele in der Solarbranche. Immerhin hat dies die momentane Debatte über die Solarförderung neu entfacht. Die Bundesnetzagentur hält aber nur leichte Abweichung von den gemeldeten 3000 Megawatt Zubau im Dezember für möglich.
Nach dem Widerstand aus Mitteldeutschland hat nun auch Niedersachsens Umweltminister eine Kürzung der Solarförderung mit Bedacht gefordert. Er spricht sich gegen eine starre Begrenzung des Photovoltaik-Zubaus aus.
Es mehren sich die Anzeichen, dass der sofortige Stopp der Solarförderung für Photovoltaik-Anlagen wieder aufgehoben wird. Das Ende Januar erlassene Dekret soll in dieser Form wohl nicht in ein Gesetz umgewandelt werden.