Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Meldungen der Woche, Interviews und Analysen.
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In einer Sitzung in Brüssel sollen sich die EU-Mitgliedsstaaten mehrheitlich gegen eine erneute Prüfung der Anti-Dumping- und Anti-Subventionsmaßnahmen für kristalline Solarmodule und Solarzellen entschieden haben. Das Undertaking und der darin vereinbarte Mindestimportpreis enden damit am 3. September.
Goldbeck und Orange Solar haben für den Neckarsulmer Konzern ein neues Parkhaus mit einer Photovoltaik-Anlage mit 750 Kilowatt Leistung realisiert. Im Inneren befinden sich 50 Ladestationen für Elektroautos, die über ein intelligentes Energiemanagement gezielt mit Solarstrom betankt werden.
Das britische Photovoltaik-Unternehmen Oxford PV hat die Führung eines Konsortiums übernommen, das Perowskit-Solarzellen fit für die Massenproduktion machen soll. Das Vorhaben wird vom deutschen Bundeswirtschaftsministerium gefördert.
Der Berliner Think-Tank sieht vermehrte Indizien dafür, dass die deutschen Stromkunden mehrere hundert Millionen Euro jährlich zu viel an Netzentgelten zahlen. Der Gesetzgeber sollte daher das geltende Recht präzisieren und für die gleiche Transparenz bei den Netznutzungsentgelten sorgen, die es seit Beginn an bei der EEG-Umlage gibt. Der BDEW weist die Vorwürfe zurück und hält eine detaillierte Kostenprüfung für gegeben.
Vor der nächsten Sitzung der Kohlekommission häufen sich Studien und Analysen zum weiteren Vorgehen. Der aktuelle Report von WWF und Lichtblick kommt zu dem Schluss, dass der durch einen Kohleausstieg bedingte Strukturwandel bereits weitgehend stattgefunden hat und weniger Kohle, dem Klimaschutz und der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands helfen würden.
Nach Auffassung des Verbands darf sich Deutschland nicht auf die Stromimporte seiner europäischen Nachbarn verlassen, wenn es sich für einen zügigen Kohleausstieg entscheidet. Der BDEW fordert rasche Investitionen in Gaskraftwerke, bessere Bedingungen für Energiespeicher und Kraft-Wärme-Kopplung sowie einen beschleunigten Netzausbau. Mehr erneuerbare Energien sind dagegen nach der Analyse nicht die Lösung.
Die Berliner Wissenschaftler um Claudia Kemfert haben die Auswirkungen verschiedener Ausstiegsszenarien aus der Kohleverstromung auf das Klimaziel 2030 analysiert. Die Chancen, es zu erreichen bestehen, sofern Nordrhein-Westfalen mitspielt sowie Photovoltaik und Windkraft stärker ausgebaut werden.
Die verminderte EEG-Umlage könnte für eine Rekordmenge von 119 Terawattstunden Strom gelten, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der energiepolitischen Sprecherin der Grünen hervorgeht. Julia Verlinden fordert angesichts des neuen Rekords eine Einschränkung des Kreises der begünstigten Unternehmen.
Die Wirtschaft- und Energieminister aus Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt fordern eine stärkere Berücksichtigung der Folgen für Versorgungssicherheit und Strompreise bei einer vorzeitigen Abschaltung der Kohlekraftwerke. In dieser Woche wird die von der Bundesregierung einberufene Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ erneut tagen.
Im ersten Halbjahr erzeugten die Photovoltaik-Anlagen etwa 24 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom. Nach einer Veröffentlichung des Umweltbundesamtes lagen alle Erneuerbaren über Vorjahresniveau. Dennoch braucht es einen wesentlich ambitionierteren Ausbau bei Photovoltaik und Windkraft.