Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Meldungen der Woche, Interviews und Analysen.
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Wie jedes Jahr machen wir uns auf die Suche nach den Unterschieden und Neuheiten am Markt der Photovoltaik-Heimspeicher. Seit unserem letzten Update sind 120 Systeme neu dazugekommen. In diesem Jahr steht unter anderem der Trend im Zentrum der Aufmerksamkeit, dass die Batteriespeicher nicht nur mit Photovoltaik-Anlagen, sondern auch mit Wallboxen kombiniert werden. 151 der 408 in der aktualisierten pv magazine-Datenbank gelisteten Systeme sind bereits mit solchen kombinierbar, die solaroptimiert gesteuert werden können.
Angesichts von stabilen CO2-Preisen über der Marke von 50 Euro pro Tonnen im europäischen Emissionshandel kämpfen bereits viele Betreiber von Kohlekraftwerken mit einem wirtschaftlichen Betrieb ihrer Anlagen. Ein vorzeitiger Ausstieg aus der Kohleverstromung müsste ein Zubau sowohl bei Gaskraftwerken als auch bei Photovoltaik, Windkraft und Co. erfolgen, um den höheren Strombedarf verlässlich zu decken. Sie könnten dabei von deutlichen Strompreissteigerungen proftieren.
Insgesamt 28 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom erzeugten die in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen – dies sind 2 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Da aber die Windbedingungen schwächelten, ging der Erneuerbaren-Anteil insgesamt von 50 auf rund 43 Prozent zurück.
Steuersprechstunde: Batteriespeicher werden steuerlich unterschiedlich behandelt, wenn sie „vor“ oder „nach dem Wechselrichter“ der Photovoltaik-Anlage angeschlossen werden. Beim Vorsteuerabzug des Batteriespeichers muss der Speicher „gleichzeitig“ mit der Photovoltaik-Anlage angeschafft werden, damit dieser auch möglich ist. Unser Steuerexperte Thomas Seltmann erklärt, was es damit genau auf sich hat.
Neben dem novellierten Klimaschutzgesetz hat der Bundestag auch das neu gefasste Energiewirtschaftsgesetz verabschiedet. Die Doppelbelastung von Speichern ist damit nahezu abgeschafft, wie es beim BVES hieß.
Nach Berechnungen des Start-up Zolar bekommen Häuslebauer oder jene, die ihr Heim energieeffizient sanieren, mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude die Photovoltaik-Anlage förmlich geschenkt, wenn sie die neuen Vorgaben der Effizienzhausklasse EE erfüllen. Das Programm startet zum 1. Juli. Allerdings muss in diesem Fall auf eine Vergütung für den eingespeisten Solarstrom verzichtet werden – für Zolar ein klarer Fall.
Der BSW-Solar, bne und der BDEW monieren vor allem die fehlende Anpassung der Ausbauziele für Photovoltaik und Windkraft im neuen Gesetz. Zugleich gibt es auch kleine Lichtblicke. Zugleich ist auch das verschärfte Europäische Klimagesetz verabschiedet worden, bei dem Deutschland ebenfalls nach Ansicht der Grünen auf der Bremse stand.
Und dennoch könnte dies milliardenschwere Investitionen in die Netzinfrastruktur nach sich ziehen. Muss es aber nicht, sagt die Beraterfirma McKinsey in einer neuen Studie zum Thema Laden von Elektroautos in Deutschland.
Am Ende scheint sich erneut das Bundeswirtschaftsministerium durchgesetzt zu haben. Die von der SPD seit längerem geforderte Photovoltaik-Pflicht für Neubauten ist nun doch nicht mehr im Sofortprogramm der Bundesregierung vorgesehen. Auch die Grünen zeigen sich enttäuscht.
Mittlerweile sind Photovoltaik-Anlagen in vielen Ländern so günstig, dass sie auch bereits in Betrieb befindlichen Kohlekraftwerke Konkurrenz machen. Die steigenden Modulpreise und Rohstoffkosten haben sich bislang kaum auf die Stromgestehungskosten ausgewirkt.