Märkte & Politik
Politische Rahmenbedingungen wie die regulatorische Ausgestaltung von Förderinstrumenten und anderen Marktanreizen bestimmen maßgeblich das Wachstum der Photovoltaik weltweit, speziell auch in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Europa.
Die Investitionsbedingungen für Photovoltaik-Anlagen hängen maßgeblich vom Strommarktdesign, Ausschreibungsmodellen oder Netzanschlussregeln ab.
Auch Themen wie Handelskonflikte, Versorgungssicherheit und Klimaziele beeinflussen die Marktgestaltung und strategische Entscheidungen von Akteuren entlang der gesamten Photovoltaik-Wertschöpfungskette.
Neueste Nachrichten
AgNes: „Hier muss noch nachgearbeitet werden“
Die Energiebranche hatte Zeit bis zum 18. September zum Festlegungsentwurf für die Netzentgeltreform AgNes Stellung zu nehmen. Hauptkritikpunkte sind der starre Prosumer-Aufschlag und Einspeiseentgelte. Zudem verweisen viele Betroffene auf schlecht kalkulierbare Mehrbelastungen durch parallele Reformen und noch zu wenig detailliert ausgestaltete Marktprozesse.
Next2Sun: Aktienemission bleibt bislang hinter Erwartungen zurück
Der Spezialist für vertikale Photovoltaik hat mit seiner laufenden Aktienemission nach eigenen Angaben bislang deutlich weniger Kapital eingeworben als erwartet. Erreicht Next2Sun bis zum 25. September kein Finanzierungsvolumen, das nach Einschätzung des Unternehmens eine „unternehmerisch sinnvolle Entwicklung“ gewährleistet, soll die Kapitalerhöhung entfallen. Für diesen Fall kündigt Next2Sun einen Insolvenzantrag an.
Finanzministerium korrigiert Fehler bei der Umsatzsteuer mit Eigenverbrauchsvergütung
Steuertipps: Einige Betreiber älterer Photovoltaik-Anlagen erhalten neben der Einspeisevergütung auch eine Vergütung für selbst verbrauchten Solarstrom. Doch viele Anlagenbetreiber erhielten aufgrund einer fehlerhaften Verwaltungsvorschrift über Jahre zu wenig Geld vom Netzbetreiber. Diese ist inzwischen geändert und eröffnet den Betreibern Nachzahlungsansprüche, die sie schnell geltend machen sollten. Dabei kann sich die Umstellung von Volleinspeisung auf Eigenverbrauch auch noch immer lohnen.
EuGH-Urteil zur Direktleitung könnte Quartiers- und Mieterstromprojekten helfen
Der Europäische Gerichtshof hatte den Streit zwischen zwei lettischen Unternehmen und der staatlichen Regulierungsbehörde zu klären. Es ging um die Direktbelieferung mehrerer Kunden über eine Leitung sowie um ein Eigenversorgungskonzept. Das Urteil könnte auch Auswirkungen auf den deutschen Begriff der Kundenanlage haben.
KI im Stromnetz: „Wir sind noch lange nicht beim Replace“
Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Netzbetrieb. Doch wie weit kann und darf sie bei einer kritischen Infrastruktur wie dem Stromnetz gehen? Thomas Dederichs, Asset Manager in der Systementwicklung von Amprion, erklärt im pv magazine-Interview, wo KI heute bereits bei Prognosen und Netzführung unterstützt, welche Rolle sie künftig in der Leitwarte spielen könnte und warum die Verantwortung auch auf absehbare Zeit beim Menschen bleibt.
Renewables 24/7: „Eine moderne Volkswirtschaft ist eine elektrifizierte“
Erneuerbare 24 Stunden, 7 Tage pro Woche – das verbinden viele immer noch mit Vokabeln wie Mammutaufgabe, Herausforderung, Umbruch. All dies ist nicht ganz falsch, verdeckt aber das Wesentliche: Der Energieexperte Tim Meyer im Gespräch über die Energiewende als riesige Chance – oder besser: als notwendige Bedingung für künftigen Erfolg.Wenn der Münchner Stadtrat Gäste von Rang und Namen empfängt, lädt er in das Alte Rathaus am Marienplatz ein. Die Bayerische Staatsregierung mag es prunkvoller. Sie bittet in den Kaisersaal der Residenz am Münchner Odeonsplatz. Die Residenz war der Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Der Kaisersaal ist der größte und bedeutendste …