Capital: Solarion will sich von Walsin Lihwa trennen

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Die Solarion AG will nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins „Capital“ seinen taiwanesischen Großaktionär Walsin Lihwa aus dem Unternehmen drängen. Das Photovoltaik-Unternehmen aus Sachsen plane für den 12. Februar eine außerordentliche Hauptversammlung. Dort soll der 49 prozentige Anteil er Ally Energy, einer Tochterfirma von Walsin Lihwa, „aus wichtigem Grund“ zwangsweise eingezogen und das Kapital entsprechend herabgesetzt werden, wie es in dem Bericht weiter hieß. Wirtschaftsprüfer sollten ermitteln, wie viel die Anteile des taiwanesischen Konzerns wert seien.
Ein Sprecher von Solarion wollte sich dazu nicht äußern. Er machte auch keine Angaben zu der Klage, die Solarion gegen Walsin Lihwa wegen Verletzung des Technologie-Kooperationsvertrags im Dezember eingereicht hatte. Das taiwanesische Unternehmen war im Jahr 2010 bei dem deutschen Hersteller von CIGS-Dünnschichtmodulen mit 40 Millionen Euro eingestiegen. Bestandteil des Vertrages soll auch der Zugang zu der patentierten Technologie von Solarion gewesen sein, wie es in dem Medienbericht dazu hieß. Walsin Lihwa sah sich aufgrund des Vertrags berechtigt, die CIGS-Dünnschichtmodule selbst zu produzieren und zu verkaufen. Dies könnte nun nach Ansicht des taiwanesischen Konzerns Grund für die Klage sein. Solarion wolle den Vertrag kündigen und verlange Schadensersatz. (Sandra Enkhardt)

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