Solarthermie-Regelung keine Bedrohung für PV in Großbritannien

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Die britische Regierung hat angekündigt, im kommenden Frühjahr ein Anreizprogramm (renewable heat incentive – RHI) für die Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien in Privathaushalten zu starten. Ziel der Maßnahme soll es sein, ein Gleichgewicht zwischen der Förderung von Photovoltaik und der Förderung von Solarthermie herzustellen.
Haushalte mit Solarthermie, Wärmepumpe oder Mini-Blockheizkraftwerk bekommen demnach eine Vergütung, abhängig vom Wärmeenergiebedarf und Anzahl der Bewohner des Haushalts. Mit rund 22 Cent pro Kilowattstunde sollen Solarthermieanlagen bekommen die höchste Vergütung bekommen. Dies Vergütung werde dann über einen Zeitraum von sieben Jahren gewährt. Die genauen Vergütungssätze sollen aber erst nach einer Bewertung im Herbst dieses Jahres festgelegt werden.
Laut Aussage von Stuart Elmes, dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Solarthermie der britischen Solar Trade Association (STA), soll die Förderung der erneuerbaren Wärme nicht zu Lasten der Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen gehen. "Es handelt sich um eine Neugewichtung der Anreizprogramme in Großbritannien", sagt Elmes pv magazine. In den vergangenen Jahren seien die Anreize zum Beispiel für die Photovoltaik viel höher gewesen als die für Solarthermie. "Wenn der Markt ausgeglichen ist, werden sich die Menschen für die Technologie entscheiden, die für ihr Haus am besten geeignet ist.“ Im Idealfall fördere die Politik daher auch eine Kombination aus beiden Technologien. (Max Hall, bearbeitet und übersetzt von Mirco Sieg)

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