Der weltweit tätige Energiekonzern EDP (Energias de Portugal) hat einen nach eigenen Angaben „wichtigen Meilenstein auf dem deutschen Markt“ gesetzt und seine erste dezentrale Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen. Im Rahmen einer bereits 2023 vereinbarten Kooperation stattet EDP sechs deutsche Standorte des Sportartikelherstellers und -händlers Decathlon in Lübeck, Berlin, Köln, Schwetzingen, Ludwigshafen und Plochingen mit insgesamt drei Megawatt Photovoltaik-Leistung aus. Europaweit haben EDP und Decathlon ein Gesamtvolumen von zwölf Megawatt in Deutschland, Portugal, Spanien, Italien, Belgien und Frankreich vereinbart.
Für den Energiekonzern ist dies ein kleines Projekt. Allein in Deutschland – wo Ende letzten Jahres mit einer 87-Megawatt-Freiflächenanlage in Ketzin das erste EDP-Projekt ans Netz ging – sind den Angaben zufolge derzeit insgesamt mehr als zwei Gigawatt Photovoltaik-Leistung in Planung. Das erste dezentrale Projekt ist für sein Unternehmen aber „ein wichtiger Schritt für die Expansion von EDP in zentralen europäischen Märkten“, so Duarte Bello, CEO von EDP in Europa: „Es zeigt, dass Onsite-Solarenergie längst mehr ist als ein Instrument zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen. Sie wird zunehmend zu einem strategischen Energie-Asset, das Energieautonomie stärkt und langfristige Energiekosten besser kontrollierbar macht.“
EDP richtet demnach seine Aktivitäten „an der deutschen Strategie aus, dezentrale Energieerzeugung gezielt dort auszubauen, wo die Nachfrage im Netz besonders hoch ist“. Dies soll künftig auch die Integration vor Ort gekoppelte Batteriespeichern (Co-Location) in ganz Europa umfassen. Das Unternehmen nennt allein für 2025 eine neu installierte Leistung von 100 Megawatt in Europa. Sein weltweites Erzeugungsportfolio von Wind- und Wasserkraft sowie Photovoltaik beziffert EDP auf 91 Gigawatt, der Anteil erneuerbarer Energien an der Erzeugung betrage rund 91 Prozent.
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