Billiger Börsenstrom erhöht EEG-Umlage auf über sieben Cent

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Im kommenden Jahr wird die EEG-Umlage voraussichtlich von derzeit 6,35 Cent auf 7,1 bis 7,3 Cent pro Kilowattstunde steigen. Zu diesem Ergebnis kommt der Think-Tank Agora Energiewende, der die Berechnungen mit einem eigenen EEG-Rechner durchgeführt hat.
Für Stromkunden sollte sich aus Sicht von Agora Energiewende allerdings nicht viel ändern. „Die Kosten für die Stromverbraucher bleiben weitgehend konstant, wenn die Stromvertriebe ehrlich rechnen und ihre gesunkenen Einkaufspreise weitergeben“, sagt der Direktor von Agora Energiewende, Patrick Graichen.
Der Grund für den Anstieg der EEG-Umlage liege vor allem in den seit Jahren sinkenden Börsenstrompreisen, da die EEG-Umlage die Differenz zwischen Börsenstrompreis und Einspeisevergütung für Anlagenbetreiber ausgleicht. Im Jahr 2015 war Strom an der Börse im Schnitt etwa 3,2 Cent pro Kilowattstunde wert, im ersten Halbjahr 2016 konnten Großabnehmer ihren Strom an der Börse für im Schnitt 2,5 Cent pro Kilowattstunde einkaufen.
Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Bruttostromverbrauch steigt Agora Energiewende zufolge im Jahr 2017 auf mehr als 35 Prozent. In diesem Jahr soll der Anteil bei rund 34 Prozent liegen, im Jahr 2015 lag er bei rund 32,6 Prozent. (Mirco Sieg)

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