Eigentlich wollte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) bereits am vergangenen Freitag die Details zur neuen Förderung von Elektroautos der Öffentlichkeit präsentieren. Doch dann kam kurzfristig ein Rückzieher und die Verschiebung auf Montag.
Das neue E-Auto-Förderprogramm für Privatpersonen richtet sich an alle, die ihr Elektroauto oder bestimmte Plug-in-Hybride sowie Elektroautos mit Reichweitenverlängerer ab dem 1.1.2026 neu zugelassen haben, wie das Ministerium zu den Eckpunkten erklärte, auf die sich die Bundesregierung geeinigt habe. Je nach Einkommen und Familiengröße werde dabei ein Zuschuss zwischen 1500 und 6000 Euro gewährt. Die Antragstellung sei auch rückwirkend bis maximal ein Jahr nach Zulassung möglich. Das Online-Portal dafür werde voraussichtlich erst im Mai freigeschaltet, so das Ministerium weiter.
Insgesamt stehen für das Förderprogramm zwischen 2026 und 2029 drei Milliarden Euro zur Verfügung. Die Regierung schätzt, dass damit rund 800.000 neue Fahrzeuge in den nächsten drei bis vier Jahren gefördert werden können. „Nachdem die Bundesregierung bereits viel getan hat, um E-Autos als Firmenwagen attraktiv zu machen, unterstützt dieses Förderprogramm gezielt Privatleute“, sagte Schneider bei der Vorstellung des Förderprogramms. „Im vergangenen Jahr waren etwa 80 Prozent der bei uns neu zugelassenen Elektroautos und Plug-in-Hybride aus europäischer Produktion. Auch die Top-Ten der neu zugelassenen E-Fahrzeugmodelle zeigen, wie stark die deutsche Autoindustrie ist. In diesem Jahr werden noch weitere und auch günstigere Modelle der deutschen Hersteller auf den Markt kommen“, so Schneider weiter.
Mit dem Programm wird sowohl der Kauf als auch das Leasing von Neufahrzeugen finanziell bezuschusst. Der Listenpreis spielt dabei keine Rolle. Als Basisförderung sind für batterieelektrische Autos 3000 Euro vorgesehen. Für Plug-In-Hybride oder Elektroautos mit Reichweitenverlängerer, sogenannte Range Extender, sind es 1500 Euro. Für Fahrzeuge der zweiten Kategorie gilt dabei, dass sie nicht mehr als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen dürfen oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometer haben müssen. Das CO2-Kriterium will die Bundesregierung dabei ab Juli 2027 umstellen und an den CO2-Emissionen im realen Betrieb orientieren. Die geförderten Fahrzeuge müssen zudem mindestens 36 Monate im Besitz bleiben.
Zur sozialen Staffelung der Kaufprämie erklärte das Bundesumweltministerium, dass die Einkommensgrenze für die Basisförderung bei 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen liegt und mit Steuerbescheiden der Vorjahre nachgewiesen werden muss. Die Einkommensgrenze erhöhe sich um 5.000 Euro je Kind auf bis zu 90.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen. Bei Haushalten mit maximal 60.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen gebe es einen Aufschlag auf die Basisförderung von 1000 Euro, für Haushalte mit maximal 45.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen von weiteren 1.000 Euro. Jedes Kind steigere die Fördersumme zusätzlich um 500 Euro, wobei maximal 1000 Euro Bonus möglich sind. Somit sind maximal 6000 Euro für batterieelektrische Fahrzeuge als Zuschuss beim Kauf oder Leasing möglich.
Bereits unter den Vorgängerregierungen gab es eine Kaufprämie für Elektroautos, um die Nachfrage anzukurbeln. Das Förderprogramm, das 2016 beschlossen wurde, lief nach mehrfacher Verlängerung kurz vor Weihnachten 2023 aus. Nur wenige Tage zuvor hatte sich die Ampel-Regierung im Zuge der Verhandlungen zum Klima- und Transformationsfonds auf ein zeitnahes Ende der Förderung geeinigt. Dass es dann so schnell kam, überraschte dennoch viele.
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Nicht zu denken was passiert, wenn die Politik drei Milliarden Euro in 3 Jahren in die Universitäten investiert. Bitte nur in Ingenieurswissenschaften + Naturwissenschaften, keinerlei Sozialkram. Der Kapitalrückfluß wäre zukünftig immens höher. Stattdessen wird versucht die Ladenhüter veralteter Batterietechnik noch schnell unter das Volk zu bringen.
Also der „Sozialkram“ kann ja mal einen Tag aufhören zu arbeiten. Hier würde ALLES zusammenbrechen. Was für eine Arroganz. Ingenieure könnten Wochen aufhören zu Arbeit und niemand würde was merken. Irgendwann etwas weniger Wachstum mehr nicht. Ansonsten rettet dein Vorschlag den Verkehr nicht. Wenn die Politik mehr Geld in Unis stecken will, könnte sie es jederzeit tun. Das ist kein entweder oder.
Viel sinnvoller wäre, eine Ladesäulenpflicht bei (hinreichend großen) Mitarbeiterparkplätzen durchzusetzen (mit Industriestrompreisen von ~10-20ct/kWh) und das zu fördern.
Wenn ich 200 Tage im Jahr sicher und sehr günstig laden kann (5kW würden schon genügen bei 8h Stehdauer) wäre ich auch ohne Heimlademöglichkeit umgestiegen. Ohne bequeme Lademöglichkeit auch mit Zuschuss nicht. PS: Bei Minusgraden und Kurzstrecke läd mein E.Auto mit 10..50 kW statt 50…170kW. Mal eben zum Schnelllader funktioniert im Winter so nicht.
Diese Förderung ist nur wieder ein Aufruf an die Konzerne, sich ein möglichst großes Stück vom Kuchen abzuschneiden.
Genau so ist es. Alle mit Eigenheim (somit LAden mit PV oder „Tibber & Co.“ möglich), die kein Elektroauto haben, sind selber schuld. Es sind die Mehrfamilienhäuser ohne private Ladeanschluss die keine Elektroauto kaufen. Sie können nicht vom billigen Heimstrom profitieren, haben nicht den Komfort das Auto immer nachts aufladen zu können und kaufen sich deswegen keinen Verbrenner. Ja, sie haben auch ein Budgetengpass, aber das liegt an der Autoindustrie selber. Sie bauen halt keine billige Elektroautos. Obwohl sie es könnten.
Es wäre besser dafür zu sorgen, dass man in den Städten bequemer und billiger laden kann. Das Durchleitungsmodel für Ladesäule könnte helfen, mehr einfachere 3,7 KW Lademöglichkeiten realisieren und ja, den Basisinfrastruktur für größere Parkplätze/Tiefgaragen fördern und Regeln vereinfachen.
„3,7 KW Lademöglichkeiten“
Stellen Sie sich vor, Sie würden eine Firma gründen, die genau versucht, dieses Prinzip in Breite in den deutschen Komunen und Städten auszurollen… Ich wette, auch als ggf. Nicht-Profi – nur mit etwas Fantasie – kommen Sie sehr schnell darauf, woran diese Idee scheitert.
Recht
+ Ökonomie
+ Praxis
Stehen dabei in so krassen Widersprüchen, dass es einfach nicht geht und nicht gehen wird, weil es nicht kann. Bedenken Sie z.B.: Arbeitnehmern wird rechtskräftig und höchtrichterlich bestätigt fristlos gekündigt, wenn sie z.B. ein privates Handy am Arbeitsplatz mit Strom des Arbeitsgebers aufladen.
Übertragen: Mit Firmen EV kein Problem. Mit Privat-EV…. extrem dünnes Eis. In DE muss ja alles perfekt geregelt sein: geldwerter Vorteil, private Veranlassung etc. Au weia… Auch der Gutscheinmodus 50 € / Monat wäre schwierig – weil es ja an den Arbeitgeber gebunden wäre – bestimmt einklagbar. Alles big shit. Und was wenn… Hier verhaddelt man sich in Details, die will man sich gar nicht ausdenken.
HD schreibt zwar fast immer unterhaltsam , dennoch ist es traurig dass er oft – wenig kryptisch – am Staat, an den Gesetzen und an sinnvollen Vorschriften herummäkelt .
Natürlich zahle ich, wie fast jeder außer Typ „Flanders“ , meine Steuern auch nur mit neutralen Gefühlen ,
also ohne echte Euphorie und Glücksgefühl. Praktisch jede körperliche Bewegung wird in Deutschland besteuert , zum Beispiel das Aufdrehen des Heizkörpers auch . Die Mehrwertsteuer zahlen auch Bürgergeldempfänger.
Insgesamt möchte ich die Beziehung *Staat zu Bürger* und *Bürger zu Staat* wieder auf einem
freundschaftlicherem Niveau sehen .
Zur Zeit hat man das Gefühl , dass unter jeder Dorfsparkasse, jedem Dielenboden und in jedem ( Objekt X ) Wertgegenstände in zweistelliger Millionenhöhe liegen , die dem Staat rechnerisch unbekannt sind .
Das Vertrauen in eine gerechte und sinnvolle Steuerpolitik der BRD scheint nicht besonders hoch zu sein .
Wenn der Deutsche Staat so wenig über die tatsächlichen Vermögensverhältnisse seiner Personalausweis-Bürger
Bescheid weiß , dann kann die Steuerpolitik nur irgendwie als „seltsam“ empfunden werden.
Wer erodiert in diesem „Gegeneinander“ zuerst ? Der Staat oder die Bürger und Bürgerinnen ?
Die Welt der digitalen Daten wurde ab den 1970 er Jahren ins Leben gerufen , und diese Welt wird eher exponentiell wachsen, als sich einfach so in Hawking-Strahlung auzuflösen .
Es wird meiner Meinung nach immer mehr davon geben :
+ Überwachungskameras
+ Konteneinsichten
+ Bargeldverbote
+ Digitale Verifizierungen
+ Elektronische Kassenbons ( Mit Speicherung für 99 Jahre und Fremdauswertung )
+ Handelsbörsen für „alles essbare “ inklusive negativer Preise „für Bananen“ .
+ Humanoide Roboter die den Menschen hilfreich im Arbeitswege stehen , also die Arbeit übernehmen .
Wir sehen E-Autos als starken Treiber für PV-Anlagen.
Jedes E-Auto steht für eine potenzielle PV-Anlage – und umgekehrt.
In Densys Connect können Endkunden deshalb im Online-Angebot die Wirtschaftlichkeit einer PV auch inklusive E-Auto durchrechnen.
Das macht Einsparpotenziale transparent, erhöht die Abschlusswahrscheinlichkeit und führt zu mehr PV-Projekten – was wiederum den Umstieg auf E-Mobilität beschleunigt.
Ein positiver Kreislauf für Kunden, Installateure und die Energiewende.
Leider ist gut gemeint wieder nicht gut gemacht.
1. wie schon bei der letzten Förderung gilt die neue nur für M1-PKW, nicht aber für sparsame E-Fahrzeuge wie E-Roller, E-Motorräder und E-Leichtfahrzeuge der Klasse L7e wie Citroen Ami, Opel Rocks, Fiat Topolino, Microlino und Renault Mobilize Duo (warum gibt es hier keine deutschen Produkte?)
2. dagegen werden Maxileistungsstarke-Plugin-Hybride gefördert, die 400 bis 500 Kilogramm Mehrgewicht mitschleppen und deshalb im Realverbrauch in der Regel nicht weniger CO2 emittieren, als reine Verbrenner (z. Porsche Cayenne, Mercedes GLE), während das unsinnige Testverfahren die CO2-Emissionen zur Stromerzeugung sogar komplett missachtet
3. gerade die Mehrheit der Autofahrer hat keine Möglichkeit, ihre Fahrzeuge zuhause zu laden (Mieter, Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäuser). Statt Geschenke an die Hersteller zur Absatzförderung wäre ein staatlich initiiertes Netz von Ladepunkten notwendig, sowie bei Telefon- und Hausstromanschlüssen.
4. noch weniger haben die Möglichkeit, ihr Auto mit eigenem PV-Strom zu laden. Diejenigen die dies können, brauchen keine zusätzlichen Kaufprämien, da das kostenlose Laden zuhause schon genug Anreiz ist. Dagegen fehlt es wieder an Mieter- und Sektorenstrom, der weiterhin nicht gefördert, sondern mit Monsterbürokratie zum Vorteil der Stromkonzerne verhindert wird.
5. wenn überhaupt, machen Kaufsubventionen nur Sinn für PKWs, die auch Bidirektionales Laden und die Einbindung in die Stromnetzregelung ermöglichen, einschließlich entsprechender Heimenergie-Management-Systeme. Hierzu müssen auch die steuerlichen und regulatorischen Hemmnisse endlich beseitigt werden.
Fazit: Die jetzige Förderung ist wie schon die alte weitesgehend ungeeignet, eine wirkliche Mobiltätswende zu ermöglichen und nur ein weiteres Geschenk an die Aktionäre der Autoindustrie. Für Klima- und Umweltschutz ist es noch katastrophaler, dass CO2-produzierende PKWs auch über 2035 hinaus „zugelassen“ werden. Fatal aber auch für die deutsche Autoindustrie, wenn der Fokus weiter in der Gewinnmaximierung mit Luxus-Verbrennern liegt, statt in die Investition in neue preiswerte E-Autos und inbesondere in die Herstellung eigener Batterien und Elektronikkomponenten.