Batteriespeicher mit rund 500 Megawattstunden Kapazität in Sachsen-Anhalt eingeweiht
Sachsen-Anhalt ist derzeit in aller Munde. Dies liegt vor allem an der bevorstehenden Landtagswahl am 6. September. Doch auch die Speicherbranche hat das Bundesland fest im Blick. Erst vor zwei Wochen veranstaltete Eco Stor einen „Zukunftstag“ und präsentierte einen geplanten Batteriespeicher mit 300 Megawatt Leistung und 700 Megawattstunden Kapazität einer interessierten Öffentlichkeit. Die Anlage soll 2027 vollständig am Netz sein.
Bereits offiziell eingeweiht wurde dagegen am Donnerstag ein Batteriespeicher mit 250 Megawatt Leistung und rund 500 Megawattstunden Kapazität in der Nähe von Leuna-Krumpa. Dazu kam auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze in den Saalekreis. Nach Angaben des Betreibers Münch Energie handelt es sich um den derzeit größten in Betrieb befindlichen Batteriespeicherverbund Deutschlands. Noch in diesem Jahr sei geplant, die Kapazität auf 800 Megawattstunden zu erweitern.
Die Bauzeit für den Speicher betrug rund sechs Monate, wie Münch Energie mitteilte. Es handelt sich um ein vollständig privatwirtschaftliches Projekt. Eine konkrete Investitionssumme nannte Münch Energie allerdings nicht.
Der Batteriespeicher besteht aus fünf Teilanlagen. Sie sind Münch Energie zufolge an mehreren eigens errichteten Umspannwerken mit insgesamt 300 Megavoltampere Anschlussleistung angeschlossen. Der Batteriespeicher soll sowohl überschüssigen Wind- und Solarstrom als auch Netzstrom aufnehmen, um zur Stabilisierung der Netze beizutragen. Zudem stelle er über redundante Systeme gesicherte Leistung in der Region Leipzig/Halle bereit.
„Unser Ziel ist, die Region Leipzig/Halle zu einem Standort zu entwickeln, der Wachstum über Jahrzehnte trägt, und damit Wohlstand für die Menschen, die hier zu Hause sind. Wir verstehen uns als Partner der Regionen, die sich für die Zukunft fit machen wollen: Wir bringen Erzeugung, Netze und Speicher mit, die Region bringt ihre Flächen, ihre Menschen und ihren Willen ein“, sagte Mario Münch, Gründer und Inhaber der Münch Gruppe. Die Energieinfrastruktur entscheide dabei über die Zukunft einer Region. Nur wo Strom günstig, sicher und grün sei, würden auch weiterhin Investitionen fließen, so Münch weiter.
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